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Daimler und der Dieselskandal Dieters langer Schatten

Nachdem Dieter Zetsche im Dieselskandal vorgeführt worden war, wies die Formkurve des Daimler-Chefs steil nach unten. Jetzt hat er sich noch einmal durchgesetzt: Sein Favorit wird sein Nachfolger und er selbst soll ab 2021 den Aufsichtsrat führen. Für den Autokonzern ist es eine riskante Entscheidung.
aus manager magazin 9/2018

Foto: Goetz Schleser

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Die Mächtigen der deutschen Politik wissen schon länger, was Dieter Zetsche (65) über sie denkt. "Der hält uns alle für blöd", bilanzierte der damalige Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (59) nach einem Gipfeltreffen Anfang 2016 in Berlin.

Angela Merkel (64) hatte abends ins Kanzleramt geladen, es ging um die Förderung der Elektromobilität. Auch die Vorstandschefs von BMW und Volkswagen waren gekommen. Man stritt über mögliche Staatszuschüsse beim Kauf von E-Autos. Die Diskussion gewann kurz an Fahrt, bis sich Zetsche bereits gegen 21.30 Uhr verabschiedete. Besonders interessiert hatte er schon zuvor nicht gewirkt. Der Flieger nach Stuttgart, entschuldigte er sich, Sie verstehen ...

Der Vorstandsvorsitzende der Daimler AG lässt die Kanzlerin sitzen. Die Politiker staunten, so etwas kannten sie nicht. Ohne die Manager diskutierten Merkel, Gabriel und Co. noch bis nach Mitternacht. "Sie können sich nicht vorstellen, wie da geschimpft wurde", sagt ein Anwesender.

Geschichten wie diese muss man im Hinterkopf haben, wenn man den Absturz des Daimler-Chefs in der öffentlichen Wahrnehmung verstehen will. Und Geschichten wie diese muss man auch kennen, wenn man die Brisanz der Entscheidungen verstehen will, die der Daimler-Aufsichtsrat jetzt in Stuttgart getroffen hat. 

Dieter Zetsche tritt zur Hauptversammlung 2019 als Vorstandschef ab; sein Favorit Ola Källenius (49) übernimmt die Nachfolge. Und Zetsche selbst? Soll 2021 den Vorsitz des Aufsichtsrats übernehmen.

Noch vor einem guten halben Jahr wäre diese Entscheidung fast schon eine Selbstverständlichkeit gewesen. Zetsches Aufstieg zum obersten Kontrolleur, und das dann gleich für zehn Jahre, gefiel zwar nicht jedem im Kreis der Mächtigen bei Daimler. Aber er galt als gesetzt.

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