Banker, Prüfer, Aufseher Diese Männer und Frauen kostete der Wirecard-Skandal den Job

Der Wirecard-Skandal hat bereits zahlreiche Banker, Prüfer und Aufseher den Job gekostet. Die Übersicht zeigt die prominentesten Opfer - die einen verloren ihren Job, andere ihre Reputation oder ihren Bonus.
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Stürzte über den Wirecard-Skandal: Bafin-Chef Felix Hufeld (59) wurde von Finanzminister Olaf Scholz (62) entlassen. Nach dem Fall Wirecard sei ein personeller Neuanfang bei der Finanzaufsicht nötig. Dies betrifft auch ...

Foto: Kay Nietfeld / dpa
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Bafin-Vizechefin Elisabeth Rögele (53), die wenige Stunden nach Hufeld ihren Posten räumen musste. Gegen mindestens einen Mitarbeiter der Bafin, der noch vor dem Zusammenbruch des Konzerns mit Wirecard-Aktien zockte, wird zudem ermittelt.

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Auch der Chef der Wirtschaftsprüferaufsicht Apas, Ralf Bose, wurde vom zuständigen Bundesministerium für Wirtschaft zunächst freigestellt und dann außerordentlich gekündigt. Bose war wegen privater Wirecard-Aktiendeals in die Kritik geraten.

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Abschied des Prüfers: Der Deutschlandchef der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young (EY), Hubert Barth, ist ebenfalls wegen des Wirecard-Skandals zurückgetreten. EY hat jahrelang die Bilanzen von Wirecard geprüft und nach eigenen Angaben nichts von dem mutmaßlichen Milliardenbetrug gemerkt, der den Zahlungsabwickler im Juni 2020 in die Insolvenz trieb.

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Michael Pröck für EY

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Auch der Ex-EY-Wirtschaftsprüfer und spätere Deutsche-Bank-Bilanzierungschef Andreas Loetscher hat sein Amt wegen der Wirecard-Affäre vorübergehend niedergelegt.

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Im Zuge des Wirecard-Skandals kamen Probleme mit einem Aufsichtsratsmandat von Edgar Ernst (69) zum Vorschein, dem Präsidenten der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung (DPR). Die Bundesregierung stellte dem DPR-Präsidenten ein Ultimatum. Jetzt reagiert er - und gibt sein Amt zum Jahresende auf.

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Auch die Top-Bankerin Jana Hecker hat nach nicht einmal einem Jahr die Großbank Unicredit wieder verlassen. Hecker, die als globale Leiterin für Equity Markets tätig war und vorher bei der Deutschen Bank und Goldman Sachs gearbeitet hatte, hatte im Jahr 2020 einen Kredit für Wirecard-Chef Markus Braun (52) organisiert, als diesem bereits das Wasser bis zum Hals stand und die Deutsche Bank einen Kredit fällig gestellt hatte.

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Commerzbank-Analystin Heike Pauls sollte Wirecard analysieren, entpuppte sich jedoch als treuer Wirecard-Fan, der Informationen an den Konzern weitergab. Das Research zu den Aktien, die sie covert, wurde zeitweise ausgesetzt. Inzwischen hat sich die Bank von ihr getrennt.

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Job behalten, Bonus weg: DWS-Fondsmanager Tim Albrecht hat wegen des Wirecard-Skandals auf seinen Bonus verzichtet. Die DWS war zeitweise größter Wirecard-Einzelaktionär, da Albrecht die Aktie in großer Zahl ins Portfolio seiner Fonds genommen hatte.

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Auch Alexander Schütz, Mitglied des Aufsichtsrates der Deutschen Bank, muss wie Albrecht einen Reputationsschaden verkraften. Seine Wirecard-Aktiengeschäfte werden von der Finanzaufsicht Bafin untersucht. Auch Schütz bleibt an Bord, doch der gute Ruf hat gelitten.

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Viele Mitarbeiter des inzwischen insolventen Wirecard-Konzerns sind unterdessen auf der Suche nach einem neuen Job. Sie wurden von Wirecard-Chef Markus Braun sowie Vorstand Jan Marsalek jahrelang getäuscht.

Foto: MICHAEL DALDER / REUTERS
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