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Die Ruhrkampf-Spiele

Thyssen-Krupp: Im Finale siegt ein Außenseiter
aus manager magazin 9/2001

Vor 30 Jahren war die Ruhrpott-Welt noch halbwegs in Ordnung. Drei Stahlkonzerne beherrschten den Markt: Hoesch, Krupp und Thyssen. So richtig gut ging es freilich keinem. "Nur noch Schrott?" lautete deshalb eine Titelzeile über die marode Branche in Heft 6/1981. Fazit: Es sei fünf Minuten vor zwölf, gemeinsames Handeln dringend notwendig. Doch die Chefs Rohwedder (Hoesch), Spethmann (Thyssen) und Scheider (Krupp) wollten damals nicht.

Erst zehn Jahre später - jüngere Manager waren inzwischen an der Macht - war die Schmerzgrenze erreicht. Es begann die Zeit der Ruhrkampfspiele. Erst trat Krupp gegen Hoesch an. Dann die fusionierte Krupp-Hoesch gegen Thyssen. Am Schluss blieb nur noch ein Stahlkocher übrig: ThyssenKrupp.

Dessen alleiniger Chef ist ab Oktober Ekkehard Schultz und nicht der ehemalige Krupp-Boss Gerhard Cromme und auch nicht der Ex-Thyssen-Chef Dieter Vogel. Beide waren von mm schon frühzeitig entdeckte Jungstars der Managerszene: Vogel bei Pegulan und Cromme bei Saint-Gobain.

Doch letztendlich bekam keiner der beiden Job-Hopper den Chefposten bei Thyssen-Krupp, sondern der getreue Ekkehard. Schulz ist seit fast 30 Jahren bei einem Arbeitgeber - bei Thyssen.

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