Paketflut im Corona-Jahr Post-Chef Appel erwartet Rekordgewinn

Die Paketflut während des Coronajahres beschert der Deutschen Post einen Rekordgewinn. Die Aktie legt deutlich zu.
Rekordgeschäft: Die Post steuert auf einen Rekordgewinn 2020 zu

Rekordgeschäft: Die Post steuert auf einen Rekordgewinn 2020 zu

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Stefan Zeitz / imago images

Optimistische Aussagen des Unternehmenschefs haben die Aktien der Deutschen Post am Montag angetrieben. Die Papiere des Logistikkonzerns zogen um knapp 3 Prozent gegenüber dem Schlusskurs vom letzten Mittwoch an. "Wir sind zuversichtlich, 2020 mit einem Rekordgewinn abzuschließen", sagte der Vorstandsvorsitzende Frank Appel (59) im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

Angesichts der Corona-Krise hatte die Deutsche Post  von dem Boom im Online-Handel profitiert und dadurch deutlich mehr Pakete verschickt als ursprünglich erwartet. Seit Jahresbeginn haben die Anteilsscheine bereits fast 18 Prozent gewonnen, während der deutsche Leitindex Dax in diesem Zeitraum um rund 2,6 Prozent zugelegt hat. Damit bewegen sich die Papiere der Deutschen Post nunmehr in der Nähe ihres Anfang November erreichten Rekordhochs bei 43,50 Euro.

Die Post rechnet in diesem Jahr mit einer Rekordzahl transportierter Pakete. Gerade im Weihnachtsgeschäft war das Paketaufkommen in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie besonders hoch. Dafür habe die Post 10.000 zusätzliche Mitarbeiter in Deutschland rekrutiert, so Appel. Durch die mit dem neuen Lockdown seit Mitte Dezember verbundene Schließung des Einzelhandels verlagerten Verbraucherinnen und Verbraucher ihre Weihnachtseinkäufe offenbar ins Internet. Schon am Dienstag hatte die Post allein für die vorangegangene Woche mehr als 61 Millionen bearbeitete Pakete gemeldet – ein neuer Höchstwert.

Nicht nur die Post, auch andere Logistikunternehmen profitieren in der Corona-Pandemie. Nach Angaben des Bundesverbands Paket und Expresslogistik stieg das Paketvolumen im ersten Halbjahr 2020 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 9 Prozent. Für das Weihnachtsgeschäft rechnete der Verband mit einem Plus von 20 Prozent.

dpa-afx
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