Sexistische und rassistische Aussagen Deloitte-Manager stolpert über Pöbeleien beim Pferderennen

Ein Senior-Partner und Vizevorsitzender der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte soll sich bei einem Team-Event im britischen Ascot rassistisch und sexistisch geäußert haben. Jetzt geht er in den Ruhestand.
Untrennbar: Im britischen Ascot treffen sich Pferde- und Hüteliebhaber

Untrennbar: Im britischen Ascot treffen sich Pferde- und Hüteliebhaber

Foto: TOBY MELVILLE/ REUTERS

Stephen Cahill, Senior-Partner und einer der Vizevorsitzenden der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, soll die Firma verlassen. Offiziell geht Cahill in den Ruhestand, laut einem Bericht der "Financial Times"  ("FT") könnte diese Entscheidung allerdings auch im Zusammenhang mit einer internen Untersuchung zu einem Vorfall im Juni stehen. Bei diesem soll sich Cahill rassistisch sowie sexistisch geäußert haben.

Laut dem Bericht der "FT" fiel Cahill im Rahmen eines Team-Events während des Pferderennens in Ascot am 14. Juni mit beleidigenden Aussagen auf: So sei der Senior-Partner und Vizevorsitzende betrunken gewesen und hätte sich sexistisch sowie rassistisch geäußert. Anonymen Zeugenberichten zufolge solle er "jede kollektive Gruppe (von Minderheiten)" beleidigt haben. Cahill habe sich am nächsten Tag entschuldigt und den Vorfall bei Deloitte gemeldet. Daraufhin wäre eine interne Untersuchung in Gang gesetzt worden.

Mitarbeiter unzufrieden mit Aufarbeitung des Vorfalls

Die Mitarbeiter wurden dem Bericht zufolge nun diese Woche darüber informiert, dass Cahill im Dezember in den Ruhestand gehen wird. Viele seien verärgert über diese Entscheidung, die es dem Senior-Partner ermögliche, sich einigermaßen geräuschlos aus der Affäre zu ziehen. Auf der Unternehmensseite von Deloitte heißt es eigentlich, das Unternehmen wolle Standards für Diversität, Inklusion und Gleichstellung setzen, um jeden darin zu bestärken, sich in seinem vollen Potenzial zu entfalten.

"Stephen Cahill geht in den Ruhestand", erklärte eine Deloitte-Sprecherin gegenüber dem manager magazin. "Wir haben keinen weiteren Kommentar bezüglich Stephens Pensionierung." Der "FT" zufolge wollte Cahill sich selbst nicht zu den Vorwürfen äußern.

Der Senior-Partner arbeitet laut seinem Linkedin-Profil  seit 14 Jahren bei der Wirtschaftsprüfergesellschaft, davor war er bei der Beratungsfirma Mercer als Human-Capital-Leiter für West-Europa tätig. Seine Profilseite bei Deloitte ist mittlerweile gelöscht.

frm
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