Mehr Bestellungen Deliveroo macht dank Corona-Krise weniger Verlust

In der Corona-Krise haben mehr Menschen Bringdienste in Anspruch genommen - das freut auch die Leute bei Deliveroo. Allerdings reicht es bei dem Jungunternehmen nur für eine Reduzierung der Verluste.
Verlustgeschäft: Essenslieferungen bringen Deliveroo bislang keinen Profit

Verlustgeschäft: Essenslieferungen bringen Deliveroo bislang keinen Profit

Foto: Jörg Carstensen/ dpa

Der Essenslieferdienst Deliveroo hat angesichts zunehmender Bestellungen während der Corona-Pandemie im ersten Halbjahr 2021 seine Verluste reduziert. Das britische Unternehmen gab nach einem schwachen Börsenstart im März am Mittwoch Verluste von 108,7 Millionen Britischen Pfund (128,4 Millionen Euro) für das erste Halbjahr 2021 bekannt. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verlust noch 126,2 Millionen Pfund (149 Millionen Euro) betragen.

Zwar stieg der Umsatz des Lieferdienstes im ersten Halbjahr um 82 Prozent auf insgesamt 922,5 Millionen Pfund an. Gleichzeitig stiegen jedoch auch die Kosten, insbesondere für mehr Beschäftigte.

Gründer und Deliveroo-Chef Will Shu erklärte in dem Geschäftsbericht, dass Essensbestellungen angesichts gelockerter Corona-Maßnahmen zwar abnehmen könnten. Deliveroo sei jedoch "begeistert von den bevorstehenden Möglichkeiten". Das Unternehmen rechne mit "starkem Wachstum", auch bei zunehmenden Lockerungen der Maßnahmen.

Nach der Veröffentlichung der Geschäftszahlen sank der Aktienkurs von Deliveroo um 3,7 Prozent auf 3,50 Pfund. Erst am vergangenen Montag war der Aktienkurs gestiegen, nachdem der deutsche Lieferdienst Delivery Hero bekannt gegeben hatte, fünf Prozent der Deliveroo-Aktien aufzukaufen.

Im Juli hatte Deliveroo erklärt, sich vom spanischen Markt zurückzuziehen. Hintergrund war ein neues Gesetz, das die Lieferanten als Angestellte mit Recht auf soziale Absicherungen wie bezahlten Urlaub und Krankheitstage anerkannt hatte. Im Sommer 2019 hatte sich der Lieferdienst bereits aus Deutschland zurückgezogen. Grund dafür war die starke Konkurrenz, unter anderem durch den neuen Anteilseigner Delivery Hero.

cr/afp
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