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Das traditionelle Netzwerk reißt ein

Bei welchen deutschen Konzernen ein Aktionärswechsel anstehen könnte
aus manager magazin 3/2000

Konzern

BASF

Beiersdorf

BMW

Buderus

Continental

Daimler-Chrysler

Heidelberger Druck

Heidelberger Zement

Karstadt-Quelle

Linde

MAN

Metallgesellschaft

Münchener Rück

Schering

Veba

Großaktionäre

Allianz (10,44%)

Allianz (38,36%), Tchibo (25,87%)

Dresdner Bank (5.01%)

Bilfinger + Berger (27%), Commerzbank (10%)

Deutsche Bank (8,4%), Dresdner Bank (4,8%), Allianz (4,2%)

Deutsche Bank (11,96%)

RWE (56,15%), Allianz und Allianz Leben (11,96%), Commerzbank (9,58%), Münchener Rück (5,98%)

Dresdner Bank (20,4%), Deutsche Bank (10,1%)

Schickedanz-Gruppe (47,66%), Dresdner Bank (7,15%), Allianz (9,38%)

Allianz (10,96%), Commerzbank (10,2%), Deutsche Bank (10,07%)

Allianz und Allianz Leben (18,04%), Münchener Rück (9,02%), Commerzbank (9,02%)

Deutsche Bank (11,3%), Dresdner Bank (11%), Allianz (3,5%), DaimlerChrysler (2,6%)

Allianz (25%), Deutsche Bank (10%), Dresdner Bank (9,1%), Hypo-Vereinsbank (13,3%)

AS Industriebesitz und Beteiligungen Allianz Versicherungs-AG & Co OHG (10,01%)

Allianz (10,3%)

Mögliche Veränderungen

Auf Grund der Kursentwicklung im vergangenen Jahr sollte die Allianz mit ihrem Investment zufrieden sein. Die Allianz dürfte sich kurzfristig nicht von dieser Beteiligung trennen.

Gerüchten zufolge hat die hinter Tchibo stehende Herz-Familie ein Interesse daran, den Anteil der Allianz zu übernehmen. Andere Interessenten für Beiersdorf sind Procter & Gamble und L''Oréal.

Sollte es BMW nicht gelingen, das Rover-Problem zu lösen, so könnten die Dresdner Bank und die Familie Quandt ihre Pakete verkaufen. VW, Ford und General Motors sind interessiert.

Bilfinger + Berger hat großes Interesse an Buderus und bereits die Anteile der Dresdner Bank übernommen. Mit einer weiteren Erhöhung der Beteiligung ist zu rechnen.

Deutsche und Dresdner Bank dürften bestrebt sein, Continental weiter zur Seite zu stehen. Daher erscheint eine Trennung erst zu einem späteren Zeitpunkt wahrscheinlich.

Eine allmähliche Trennung von weiteren Anteilen ist denkbar, sofern es Daimler nicht gelingt, mehr für den Shareholder-Value zu tun.

RWE und die anderen Großaktionäre dürften ein großes Interesse daran haben, einen Teil ihrer Beteiligungen an die Börse zu bringen, um den Free-Float der Aktie zu erhöhen.

Wegen der Übernahmefantasie innerhalb der Branche dürften die Großaktionäre weiterhin ihre Aktien halten.

Auf dem aktuellen Kursniveau ist seitens der Dresdner Bank und Allianz kaum mit einem Verkauf zu rechnen.

Die Finanzgesellschaften dürften sich mittelfristig von ihren Nicht-Finanzbeteiligungen trennen, um das Kerngeschäft zu verstärken.

Auf Grund der derzeit geringen Marktkapitalisierung könnte es zu einem feindlichen Übernahmeangebot kommen. Dies wäre ein geeigneter Zeitpunkt für die Großaktionäre, sich von ihrer Beteiligung zu trennen.

Da die Metallgesellschaft mittelfristig durchaus Chancen hat, in den Dax aufzusteigen,sollte das Interesse an einem Verkauf der Beteiligung aktuell eher gering sein.

Es ist möglich, dass die Allianz und die Münchener Rück ihre Überkreuzbeteiligungen auflösen, um das Kerngeschäft zu stärken. Eine Fusion erscheint weniger wahrscheinlich.

Ein Verkauf der Beteiligung ist derzeit nicht attraktiv. Das Unternehmen wird an der Börse mit einem Abschlag zu anderen Pharmatiteln bewertet.

Die Allianz könnte nach der Fusion von Veba und Viag ihre Anteile an einen ausländischen Versorger mit hoher Zahlungsbereitschaft verkaufen.

Quelle: Berenberg Bank

mm-Empfehlung

Kaufen. Die BASF will ihre Pharmaaktivitäten veräußern. Die Fokussierung des Geschäfts wird in der Finanzwelt überaus positiv angenommen.

Halten. Beiersdorf ist ein exzellenter Markenartikler mit gutem Management. Die Aktie hat dennoch kaum mehr Kursfantasie.

Reduzieren. Die Schwierigkeiten mit Rover könnten für weitere böse Überraschungen sorgen. Allein die Fusionsfantasie sorgt zuweilen für Kurswirkungen.

Kaufen. Das Unternehmen hat solide Bilanzen und hervorragende Produkte. Die Übernahmegerüchte könnten für einen Kursschub sorgen.

Halten. Als Zulieferer ist Continental von der Schwäche der Autobranche betroffen. Gute Strategie, aber die jüngsten Akquisitionen belasten das Ergebnis.

Halten. Zwar ist die Aktie sehr moderat bewertet, doch die Autobranche ist zur Zeit bei Analysten wenig beliebt.

Halten. Hervorragende Technologie, aber kaum Wachstumsfantasie. Wenn die Aktie liquider wird, könnten institutionelle Investoren einsteigen.

Halten. Die Akquisitionen in Skandinavien haben die Marktposition zwar verstärkt, das Geschäft allerdings wirkt langweilig.

Halten. Noch ist die Konsumkonjunktur nicht angesprungen. Künftiges Internet-Geschäft könnte positiv wirken.

Halten. Der Kampf um Messer-Griessheim ist noch nicht entschieden. Übernahmepreis abwarten.

Kaufen. Der Mischkonzern wird an der Börse als potenzieller Übernahmekandidat gehandelt. Auch die angekündigte Fokussierung des Geschäftes könnte für positive Kurswirkungen sorgen.

Kaufen. Die Metallgesellschaft hat die Chance, in den Dax aufgenommen zu werden. Zudem ist der Umbau zum Technologiekonzern hervorragend gelungen.

Langfristig kaufen. Der Rückversicherer wird von den Bonner Steuerplänen profitieren. In der Bilanz schlummern erhebliche stille Reserven aus Firmenbeteiligungen.

Halten. Die Aktie ist zwar fundamental günstig bewertet. Die Übernahmefantasie allerdings hat nachgelassen, da sich Schering auf Nischengeschäfte spezialisiert.

Halten. Das Papier ist zwar niedrig bewertet. Anleger sollten aber die Brüsseler Entscheidung zur Fusion mit Viag abwarten.

Quelle: Berenberg Bank

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