Vertrag wird nicht verlängert Daimler-Personalvorstand Porth geht in den Ruhestand

Bei Daimler war Wilfried Porth für die Umsetzung des jüngsten Sparprogramms verantwortlich. Nun wird der Personalvorstand im April 2022 selbst den Konzern verlassen.
Wilfried Porth: Abschied von Daimler

Wilfried Porth: Abschied von Daimler

Foto: Tom Weller/ dpa

Daimlers Personalvorstand Wilfried Porth (62) will nach Angaben des Unternehmens seinen bis April 2022 laufenden Vertrag nicht verlängern. Vorstand und Aufsichtsrats-Präsidium sei dies schon seit Langem bekannt, erklärte eine Unternehmenssprecherin am Dienstag. "Er wird nach rund 38 Jahren in der Daimler AG, 13 Jahre davon als Vorstand, in den Ruhestand gehen", ergänzte sie.

Porth, seit 2009 im Daimler-Vorstand, wird nicht zuletzt die für den Herbst geplante Aufspaltung des Konzerns zum Verhängnis. Die bisherige Daimler AG als Dachgesellschaft soll in diesem Zuge auf lange Sicht von der Bildfläche verschwinden und zwei eigenständigen, dafür jeweils börsennotierten Unternehmen Platz machen: Mercedes-Benz für die Autos und Vans sowie Daimler Truck für Lastwagen und Busse. Beide Unternehmen existieren schon, sind aber noch der Muttergesellschaft Daimler unterstellt.

Mit der geplanten Aufspaltung des Dax-Konzerns wird auch die Führung umgebaut. Personalchefin der Pkw-Tochter Mercedes-Benz AG ist seit zwei Jahren Sabine Kohleisen (57), deren Vertrag noch bis Oktober 2022 läuft. Sie könnte den Posten im Zuge des Konzernumbaus behalten, ebenso wie ihr Kollege Jürgen Hartwig bei der Lkw-Tochter.

Der 62 Jahre alte Porth ist seit November zugleich Chef des baden-württembergischen Metall-Arbeitgeberverbandes Südwestmetall. Eine Verbandssprecherin sagte auf Anfrage, Porth habe intern schon zu Beginn seiner Tätigkeit angekündigt, dass er diesen Posten nur bis April 2022 ausfüllen werde. Mit der Suche nach einem Nachfolger habe man aber noch nicht begonnen.

la, mg/Reuters, DPA
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