Umbau bei Daimler Sabine Kohleisen ersetzt Personalvorstand Porth noch in diesem Jahr

Der Abschied von Personalvorstand Wilfried Porth beim Auto- und Lastwagenbauer Daimler geht noch in diesem Jahr über die Bühne. Nachfolgerin Sabine Kohleisen übernimmt bereits im Dezember.
Wilfried Porth: Der 62-jährige Personalvorstand geht bereits Ende 2021 in den Ruhestand. Sabine Kohleisen übernimmt

Wilfried Porth: Der 62-jährige Personalvorstand geht bereits Ende 2021 in den Ruhestand. Sabine Kohleisen übernimmt

Foto: Tom Weller/ dpa

Daimler-Personalvorstand Wilfried Porth (62) wird seinen Posten noch im Dezember im Zuge der geplanten Abspaltung der Lkw-Sparte Daimler Truck vom Gesamtkonzern niederlegen, kündigte der Auto- und Lastwagenbauer am Mittwoch an. Zu Porths Nachfolgerin bestimmte der Aufsichtsrat Sabine Kohleisen (57), die seit 2019 Personalchefin und Arbeitsdirektorin der Pkw-Tochter Mercedes-Benz ist.

Porths Abschied von Daimler ist schon seit April bekannt. Der Zeitpunkt der Trennung war bisher nicht offiziell. Das Mandat des 62-Jährigen lief eigentlich noch bis April 2022. Porth gehe auf eigenen Wunsch, schrieb Daimler. Ob Porths Abschied gänzlich freiwillig ist, bleibt unklar. Porth, seit 2009 im Daimler-Vorstand und mitverantwortlich für das jüngste Sparprogramm des Konzerns, wird dem Vernehmen nach nicht zuletzt die geplante Aufspaltung des Konzerns zum Verhängnis.

Die bisherige Daimler AG als Dachgesellschaft soll auf lange Sicht von der Bildfläche verschwinden und zwei eigenständigen, börsennotierten Unternehmen Platz machen: Mercedes-Benz für die Autos und Vans sowie Daimler Truck für Lastwagen und Busse. Beide Unternehmen existieren schon, sind aber noch der Muttergesellschaft Daimler unterstellt. Bisher hatten beide Töchter eigene Personalvorstände. Porth war als Personalvorstand der Daimler-Dachgesellschaft gewissermaßen übergeordnet.

Angesichts der Abspaltung der Truck-Sparte gibt es auch Veränderungen im Aufsichtsrat der Daimler AG. So werde im Oktober unter anderem Ex-Siemens-Chef Joe Kaeser (64) sein Mandat dort abgeben, hieß es. Kaeser soll stattdessen Aufsichtsratschef der dann börsennotierten Daimler Truck werden.

la / dpa
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