Good Company Ranking 2005 Selektieren, analysieren, bewerten

Wie die Rangliste zu Stande kam - und wer zur Jury gehörte.

Ansatz:

Das "Good Company"-Ranking, maßgeblich initiiert von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, bewertet zum ersten Mal systematisch, wie Unternehmen ihrer gesellschaftlichen Verantwortung nachkommen.

Unabhängige Expertenkommissionen analysierten

  • die 40 größten Firmen aus dem Stoxx-50-Index,
  • die Dax-30-Unternehmen,
  • zehn deutsche Firmen, die nicht an der Börse notiert sind; die aber allein wegen ihrer Größe (Umsatzvolumen) oder wegen ihrer internationalen Bedeutung überprüft werden sollten. Darunter vier Industrieunternehmen (Bosch, RAG, Heraeus Holding, Boehringer Ingelheim) und jeweils zwei Dienstleister (Deutsche Bahn, Bertelsmann), Finanzdienstleister (DZ Bank, LBBW) und Handelsunternehmen (Edeka- und Rewe-Gruppe).

Kriterien: Fünf Expertenteams bewerteten die Unternehmen auf Basis öffentlich zugänglicher Publikationen - darunter Geschäftsbericht, Nachhaltigkeitsbericht, CSR-Reports. Zusätzlich hatten die Firmen die Möglichkeit, weitere Unterlagen einzusenden. Bei der Auswertung vergaben die Spezialisten jeweils nur für ihren Verantwortungsbereich Punkte. So entstand ein Gesamtbild für jedes Unternehmen, das nach folgenden Kriterien differenziert und unterschiedlich gewichtet wurde:

  • Mitarbeiter (max. 25 Punkte): Vergütung, Personalentwicklung, Potenzialausschöpfung, Ethik und Engagement.
  • Gesellschaft (max. 25 Punkte): Orientierung des sozialen Engagements an der Unternehmensstrategie, Verankerung der CSR-Programme im Unternehmen, Innovationsgrad des sozialen Engagements, gesellschaftliche Einbettung der Unternehmensinitiativen, gesellschaftliche Sensibilisierung für die Themen der CSR-Programme.
  • Umwelt (max. 20 Punkte): betriebliche Umweltleistung, Umweltaspekte der Wertschöpfungskette, ökologische Innovationen, Integration von Umweltaspekten in Geschäftsprozesse, Dialog mit Stakeholdern.
  • Finanzielle Stärke/Performance (max. 15 Punkte): Eigenkapitalquote, Ebit-Marge, Total Shareholder Return, Wachstum und Volatilität des Cashflow.
  • Interne und externe Transparenz (maximal 15 Punkte).

In der Summe ließen sich 100 Punkte erzielen.

Die Jury

Jury: Im Dezember tagte die Jury, um das endgültige Ranking aufzustellen. Zur Jury gehörten in alphabetischer Reihenfolge:

  • Arno Balzer (Chefredakteur manager magazin);
  • Peter von Blomberg (stellvertretender Vorstandsvorsitzender des Deutschen Chapters der Anti-Korruptions-Initiative Transparency International);
  • Kaevan Gazdar (Experte für Human Capital, verantwortlich für die Punktvergabe im Bereich "Mitarbeiter");
  • Wolfgang Grewe (Geschäftsführender Partner Deutschland bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte);
  • André Habisch (Professor an der Katholischen Universität Eichstätt und Leiter des dortigen Centers for Corporate Citizenship, verantwortlich für die Punktvergabe im Bereich "Gesellschaft");
  • Klaus Kirchhoff (Unternehmensberater, verantwortlich für die Punktvergabe in den Bereichen "Performance" und "Transparenz");
  • Markus Lehni (Experte für Umweltmanagement bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte);
  • Helmut Maucher (Ehrenpräsident von Nestlé);
  • Sam Vaseghi (Umweltexperte bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Deloitte, verantwortlich für die Punktvergabe im Bereich "Umwelt").

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