Vor Lockdown-Beratungen Corona-Infektionen in Deutschland sinken weiter

Am Mittwoch beraten Bundesregierung und Länderchefs über eine Verlängerung des Lockdowns. Die 7-Tage-Inzidenz sinkt unterdessen auf 75.
Angela Merkel: Die Kanzlerin hat als Krisenmanagerin deutlich nachgelassen. Außer Lockdown fällt ihr nicht viel ein

Angela Merkel: Die Kanzlerin hat als Krisenmanagerin deutlich nachgelassen. Außer Lockdown fällt ihr nicht viel ein

Foto: Thomas Trutschel / photothek/ imago images

In Deutschland verlangsamte sich die Ausbreitung des Coronavirus weiter. Das Robert-Koch-Institut meldete am Sonntag 8616 neue Infektionsfälle binnen 24 Stunden. Das waren knapp 2600 weniger als am Sonntag davor. Die Gesundheitsämter meldeten zudem 231 weitere Todesfälle in Zusammenhang mit dem Coronavirus. Insgesamt starben damit seit Beginn der Pandemie 61.517 Menschen mit dem Virus. Die Sieben-Tages-Inzidenz sank auf 75,6. Dieser Wert gibt an, wie viele Menschen je 100.000 Einwohner sich binnen sieben Tagen nachweislich angesteckt haben. Die Bundesregierung strebt einen Wert unter 50 an.

Altmaier bremst Hoffnung auf Lockerungen

Die Bundesregierung und die Ministerpräsidenten der Länder beraten am Mittwoch, wie es mit Blick auf den zunächst bis 14. Februar geltenden Lockdown weitergehen soll. Wirtschaftsminister Peter Altmaier warnte vor zu großen Lockerungen. "Wir dürfen uns nicht öffentlich mit Lockerungs-Fahrplänen überbieten", sagte der CDU-Politiker der "Bild am Sonntag". Die Zahl der Neuinfektionen sei derzeit kaum niedriger als Ende Oktober. Mit einer Öffnung der Gastronomie rechnet Altmaier nicht vor Ende März oder Anfang April: "Ich hoffe sehr, dass wir spätestens zum Frühlingsanfang, spätestens an Ostern (...) die Pandemie-Welle endgültig gebrochen haben und Öffnungen möglich sind."

Sachsen will bald wieder Grundschulen und Kitas öffnen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) hält eine vorsichtige Lockerung für vertretbar. "Sobald es das Infektionsgeschehen zulässt, sollen zunächst die Kindergärten öffnen und die Grundschulkinder wieder in die Schulen gehen können", sagte Kretschmer der "Leipziger Volkszeitung".

Die für eine schleppende Impfstoff-Beschaffung in der Kritik stehende EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen wies den Vorwurf eines zu späten Vertragsabschlusses mit den Pharmafirmen zurück. Der Engpass sei damit zu erklären, dass Inhaltsstoffe "weltweit knapp sind", schrieb sie in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".

la/rtr
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