Coronaausbruch Peking schließt Restaurants für Gäste

Von Sonntag bis zum Mittwoch soll die Gastronomie in Peking nur noch Speisen und Getränke zum Abholen oder Ausliefern anbieten dürfen. Viele Bewohner fürchten einen Lockdown wie in Shanghai.
Gesundheitsarbeiter im Pekinger Stadtteil Chaoyang: Restaurantbesuche werden zeitweise verboten

Gesundheitsarbeiter im Pekinger Stadtteil Chaoyang: Restaurantbesuche werden zeitweise verboten

Foto: Mark R. Cristino / EPA

Um den Coronaausbruch in Peking einzudämmen, haben die Behörden in Chinas Hauptstadt angeordnet, alle Restaurants für Gäste fünf Tage lang zu schließen.

Demnach sollen Pekings Restaurants in den Maifeiertagen rund um den Tag der Arbeit, also von diesem Sonntag bis zum Mittwoch kommender Woche, nur noch Speisen und Getränke zum Abholen oder Ausliefern anbieten dürfen.

Laut einem Bericht der Nachrichtenagentur Associated Press erklärten Behördenvertreter auf einer Pressekonferenz am Dienstag, dass das Essen in Restaurants Infektionsrisiken berge. Zuletzt hatte die Verwaltung angeordnet, Parks und Unterhaltungsstätten dürften in den Maifeiertagen nur mit halber Besucherkapazität operieren.

Viele Bewohner der Hauptstadt fürchten, dass ihnen ein ähnliches Schicksal drohe wie den Menschen in Shanghai. Die Wirtschaftsmetropole ist seit Wochen in einem rigorosen Lockdown. Chinas Regierung verfolgt eine Null-Covid-Politik, die durch die hochansteckende Omikron-Variante besonders schwer durchzusetzen ist.

Die Stadt Peking hatte zu Beginn der Woche begonnen, Millionen Einwohner auf das neuartige Coronavirus zu testen. Mehrere Zonen im Stadtviertel Chaoyang wurden zu Hochrisikogebieten erklärt.

Am Samstag meldeten die Pekinger Behörden 67 neue Fälle; seit dem 22. April wurden insgesamt 300 Infektionen bekannt gegeben. Die Dunkelziffer dürfte weitaus höher sein.

che/AP