Corona-Ausbruch Behörden schließen weltgrößten Elektronikmarkt in China

Nach einem Corona-Ausbruch haben die Behörden in der südchinesischen Stadt Shenzhen den weltgrößten Elektronikmarkt Huaqiangbei vorübergehend geschlossen. Drei Hauptgebäude des Handelszentrums wurden abgeriegelt.
"Silicon Valley von China": Der Elektronikmarkt Huaqiangbei in der Stadt Shenzhen musste wegen eines Corona-Ausbruchs schließen

"Silicon Valley von China": Der Elektronikmarkt Huaqiangbei in der Stadt Shenzhen musste wegen eines Corona-Ausbruchs schließen

Foto: JASON LEE / REUTERS

Die Behörden in der südchinesischen Stadt Shenzhen haben den weltgrößten Elektronikmarkt Huaqiangbei nach einem Corona-Ausbruch vorübergehend geschlossen. Der Markt in der auch als "Silicon Valley von China" bekannten Metropole blieb am Montag zu.

Drei Hauptgebäude des weitläufigen Areals mit Tausenden von Ständen, die Mikrochips, Telefonteile und andere Komponenten an Hersteller verkaufen, sollen vorerst bis zum 2. September dicht bleiben. Mitarbeiter der Stadtverwaltung bestätigten gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters die Schließung. Drei dort arbeitende Personen sagten, die Gebäudemanager hätten sie angewiesen, von zu Hause aus zu arbeiten.

24 U-Bahn-Stationen geschlossen

Das Technologiezentrum mit seinen rund 18 Millionen Einwohnern hatte zuvor insgesamt elf neue Corona-Fälle gemeldet. Um eine Ausbreitung zu verhindern, wurden auch 24 U-Bahn-Stationen in der Metropole geschlossen. Diese liegen in den zentralen Bezirken Futian und Luohu.

Lockdowns in der Volksrepublik können zu Verwerfungen in der Weltwirtschaft führen. Die Wirtschaftsmetropole Shanghai etwa wurde im Frühjahr in einen wochenlangen harten Corona-Lockdown geschickt, der die weltweiten Materialengpässe verschärfte. Die deutsche Wirtschaft ist davon besonders betroffen, ist China doch ihr mit Abstand wichtigster Handelspartner.

mje/ Reuters
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