Tabakhersteller Kuba gewinnt US-Rechtsstreit über Cohiba-Zigarren

Bereits seit 25 Jahren besteht ein Rechtsstreit in den USA über die wohl berühmteste Zigarrenmarke der Welt. Nun darf Cubatabaco seine Cohiba als Marke in den USA eintragen lassen – dort jedoch weiterhin nicht verkaufen.
Viel Rauch: Der Streit um die US-Markenrechte begann vor 25 Jahren

Viel Rauch: Der Streit um die US-Markenrechte begann vor 25 Jahren

Foto: ALEXANDRE MENEGHINI/ REUTERS

Kuba hat die jüngste Runde in einem 25 Jahre andauernden Rechtsstreit in den USA über die Markenrechte seiner berühmten Cohiba-Zigarren gewonnen. Das zuständige US-Gremium für Markenrechte habe die Markeneintragung des amerikanischen Unternehmens General Cigar für die Bezeichnung "Cohiba" aufgehoben, erklärte Habanos SA, ein Gemeinschaftsunternehmen der britischen Firma Altadis und dem staatlichen kubanischen Hersteller Cubatabaco, das die kubanischen Cohibas vermarktet.

General Cigar verkauft eine nicht-kubanische Version der Cohiba in den USA, wo der Verkauf kubanischer Zigarren verboten ist. Die jüngste Entscheidung hat zur Folge, dass Cubatabaco die Marke Cohiba in den USA eintragen lassen kann – selbst wenn die Zigarren dort nicht verkauft werden dürfen. General Cigar hat Berufung gegen die Entscheidung angekündigt.

Cubatabaco zufolge dauert der Streit um die Markenrechte in den USA seit 1997 an. Cohibas, die einstigen Lieblingszigarren Fidel Castros, werden seit 1966 hergestellt und haben ihren Namen von dem Wort, mit dem Ureinwohner die Tabakblätter bezeichneten, die sie rauchten.

Tabak ist eine von Kubas Hauptquellen für Exporteinnahmen. Habanos SA zufolge wuchsen die Einnahmen durch Tabakverkauf 2021 um 15 Prozent auf 568 Millionen Dollar. Die insgesamt 27 Zigarrenmarken des Landes werden in mehr als 100 Ländern weltweit verkauft.

hr/afp

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