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Citigroup-Chef Michael Corbat im Interview "Wir sind nicht der richtige Partner für die Deutsche Bank"

Die Rettung der Citigroup war die teuerste in der US-Geschichte. Jetzt ist sie zurück. CEO Michael Corbat über die neue Stärke der Wall-Street-Banken, die Rückständigkeit der europäischen Konkurrenten – und sein exorbitantes Gehalt.
aus manager magazin 12/2018

Foto: David Williams / Redux / Laif

Frankfurt ist für Citigroup-Chef Michael Corbat eine Art Geburtsstadt. 1960 ist die Frankfurter Niederlassung der US-Bank eröffnet worden, in demselben Jahr kam er auf die Welt. 58 Jahre später, im Herbst 2018, kommen die Topmanager und Verwaltungsräte zum ersten Mal in der Stadt am Main für ihr jährliches Strategietreffen außerhalb der Vereinigten Staaten zusammen. Europa sei ja doch gerade ziemlich stark in Bewegung, sagt Corbat. Er arbeitet seit 1983 für die Bank, seit 2012 als deren CEO. In der Finanzkrise konnte die einst größte Bank des Landes nur durch die sagenhafte Summe von 476 Milliarden Dollar vor dem Kollaps bewahrt werden. Es war die teuerste Bankenrettung der US-Geschichte.

manager magazin: Herr Corbat, vor gut zehn Jahren vermeldete die Citi einen Quartalsverlust von zehn Milliarden Dollar – ein Rekord in der Konzerngeschichte. Inzwischen beherrschen Sie und andere Wall-Street-Banken wieder die Finanzwelt. Hätten Sie das damals für möglich gehalten?

Michael Corbat: Das war 2008 sehr schwer vorstellbar. Andererseits: Wenn Sie sich die Citi anschauen, die Bank ist jetzt 206 Jahre alt, wir haben also schon einiges durchgemacht. Ich glaube, wir haben damals nicht daran gezweifelt, dass viele unserer Dienstleistungen auch weiter gebraucht werden würden. Die Frage war nur: Worauf sollte sich die Citi in Zukunft konzentrieren?

Sie müssen den US-Steuerzahler bis heute in Ihr Gebet einschließen.

Die Kapitalspritze der Regierung hat es uns ermöglicht, unser Geschäft schnell umzubauen. Sie in Europa sind einen anderen Weg gegangen. Weil es nicht sofort so viel Kapital wie bei uns gab, hat die Restrukturierung länger gedauert.

Dann werden Sie ja Sympathie dafür haben, dass die deutsche Regierung im Jahr 2018 Industriepolitik für die Banken entdeckt hat. Die Ansage ist im Grunde, dass die Deutsche Bank und die Commerzbank nicht an ein ausländisches Institut verkauft werden sollen, weil das in Krisenzeiten die Versorgung der deutschen Wirtschaft unter anderem mit Krediten gefährden würde. Stimmt die Annahme?

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