Nach Anzeige durch Finanzaufsicht Staatsanwaltschaft Berlin ermittelt gegen Lars Windhorst

Neuer Schatten auf Hertha-Investor Lars Windhorst: Nach einem Bericht der "Financial Times" hat die Staatsanwaltschaft Berlin Ermittlungen gegen den Investor aufgenommen. Vorausgegangen war demnach eine Anzeige der Finanzaufsicht Bafin.
Im Visier der Staatsanwaltschaft: Lars Windhorst

Im Visier der Staatsanwaltschaft: Lars Windhorst

Foto: M. Popow / imago images

Bei Hertha BSC in Berlin gab es heute Grund zur Freude: Investor Lars Windhorst (44) hat die Zahlung einer weiteren Summe an den Fußball-Bundesligisten bestätigt. 35 Millionen Euro seien auf dessen Konto eingegangen, schrieb Windhorst auf Twitter.

Weniger erfreulich für Windhorst sind dagegen andere Neuigkeiten aus Berlin: Wie die "Financial Times " berichtet, hat die dortige Staatsanwaltschaft Ermittlungen gegen den Investor aufgenommen. Die Zeitung zitiert aus einem Statement der Strafverfolgungsbehörde, wonach bei Windhorst der Verdacht eines Verstoßes gegen das Kreditwesengesetz vorliege. Die Finanzaufsicht Bafin habe eine entsprechende Anzeige gestellt, so die "FT". Dabei gehe es um ein Finanzvehikel namens Evergreen Funding, welche sich im Besitz Windhorsts befinde.

Hintergrund ist offenbar eine Krise der Investmentfirma H2O, die Gelder in Anleihen von Windhorst investiert habe, so die "FT". Evergreen sei ins Leben gerufen worden, um schwer verkäufliche Papiere von H2O zu erwerben. So wurde nach Angaben der Zeitung im Juni 2020 eine Evergreen-Anleihe emittiert, die Investoren mit großzügigen 12,5 Prozent Zinsen gelockt habe. Der Verdacht der Bafin sei es, dass Evergreen an Bankgeschäften beteiligt sei, ohne die dafür erforderliche Erlaubnis zu haben.

Ein Sprecher von Lars Windhorst sagte auf Anfrage: "Wir sind absolut sicher, dass es für die Anschuldigungen keine Grundlage gibt, weil weder Evergreen noch andere Unternehmen der Gruppe an Bankgeschäften beteiligt waren." Alle Evergreen-Anleihen seien vollständig inklusive Zinsen zurückgezahlt worden.

Ähnlich äußerte sich Windhorst selbst auf Twitter:

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Das manager magazin hatte erst vor wenigen Tagen ausführlich über mögliche Schwierigkeiten Windhorsts berichtet, seinen finanziellen Verpflichtungen bei Hertha nachzukommen . Wie der "Kicker" schrieb, sollten die noch ausstehenden 64 Millionen Euro in zwei Tranchen am 1. Juli und am 15. August fällig werden. Nun wartet Hertha also noch auf die zweite der beiden Raten - während Windhorst sich parallel den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft stellen muss.

cr/sid
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