Silvester Brandanschlag auf Raumfahrtkonzern OHB in Bremen

Unbekannte haben in der Silvesternacht Brandsätze auf das Firmengebäude des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB geworfen. Der Brand konnte gelöscht werden, die Polizei prüft einen linksextremen Hintergrund.
Brandanschlag: Einsatzkräfte am Gebäude des Raumfahrtkonzerns OHB

Brandanschlag: Einsatzkräfte am Gebäude des Raumfahrtkonzerns OHB

Foto: -- / dpa

Unbekannte haben in der Nacht zum Samstag Brandsätze auf das Firmengebäude des Bremer Raumfahrtkonzerns OHB geworfen. Verletzt wurden bei dem Anschlag nach Polizeiangaben niemand.

Die Täter hätten sich Zugang zum Firmengelände verschafft und Teile des Gebäudes in Brand gesetzt. Die Flammen wurden den Angaben zufolge von Zeugen bemerkt, die die Feuerwehr alarmierten, welche den Brand löschte. Der Staatsschutz ermittelt und prüft eine politische Motivation und einen Zusammenhang zu ähnlich gelagerten Taten. Erst im November war vor dem OHB-Gebäude ein Brandsatz entdeckt worden. Im Internet tauchte daraufhin auf einer als linksextrem geltenden Plattform ein Bekennerschreiben auf.

Hauptgeschäftsfeld von OHB sind Satelliten, das Unternehmen hatte lange Zeit am europäischen Navigationsprogramm Gallileo mitgearbeitet, den Auftrag allerdings im vergangenen Jahr verloren. Der Konzern, der sich zu 70 Prozent im Besitz der Familie Fuchs befindet, hatte zuletzt einen Umsatz von etwa einer Milliarde Euro gemeldet. Das Unternehmen beschäftigt nach eigenen Angaben 2900 Mitarbeiter.

dpa/oho
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