Aktienrückkauf aufgestockt Ölkonzern BP mit höchstem Gewinn seit acht Jahren

Der Boom der Energiepreise sorgt für einen Gewinnsprung beim Ölriesen BP. Der britische Konzern stockt daher sein Aktienrückkaufprogramm um 1,5 Milliarden Dollar auf. Die Aktie steigt.
BP: Mit 12,8 Milliarden Dollar hat der Ölkonzern im Jahr 2021 so viel verdient wie seit acht Jahren nicht mehr.

BP: Mit 12,8 Milliarden Dollar hat der Ölkonzern im Jahr 2021 so viel verdient wie seit acht Jahren nicht mehr.

Foto: GLYN KIRK / AFP

Steigende Öl- und Gaspreise haben dem britischen Energiekonzern BP 2021 das beste Ergebnis seit 2013 beschert. Nach einem Verlust im ersten Corona-Jahr 2020 in Höhe von 5,7 Milliarden Dollar verbuchte der Konzern bereinigt um Sondereffekte nun einen Jahresgewinn von 12,8 Milliarden Dollar. Die Aktionäre reagierten erfeut: Die Aktie  des Unternehmens legte am Dienstagvormittag um rund 2 Prozent zu.

Gleichzeitig sank die Verschuldung um 8,3 Milliarden auf 30,6 Milliarden Dollar, wie BP mitteilte. Mit der Erholung der Volkswirtschaften von der Pandemie sind die Erdgas- und Strompreise seit Mitte 2021 auf Höhenflug. Auch die Ölpreise sind über das Vorkrisenniveau geklettert.

Die höheren Preise für Rohöl und Gas sowie größere Fördermengen sind der Grund dafür, dass BP einen deutlichen Sprung beim Gewinn hinlegte. Bereinigt um Sondereffekte verdiente BP im vierten Quartal knapp 4,1 Milliarden US-Dollar (3,6 Mrd Euro). Das war mehr als von Analysten geschätzt.

Im vierten Quartal 2020 lag der bereinigte Gewinn wegen niedrigerer Ölpreise nur bei 115 Millionen Dollar. Der Einbruch der Wirtschaft hatte insbesondere zu Beginn der Covid-19-Pandemie massiv auf die Nachfrage nach Öl gedrückt. Der Preis für die Rohölsorte Brent verlor im ersten Quartal 2020 um fast 70 % an Wert.

Aktienrückkäufe um 1,5 Milliarden Dollar erhöht

Auch Aktionäre sollen von der jüngsten Entwicklung bei BP profitieren. Für das vierte Quartal 2021 soll wie auch in den drei Monaten zuvor eine Dividende von 5,46 US-Cent je Aktie ausgezahlt werden. BP kündigte außerdem an, das Aktienrückkaufprogramm erneut aufzustocken. Der Konzern will nun Aktien im Wert von insgesamt 4,15 Milliarden Dollar zurückkaufen. Bislang hatte der Vorstand rund 2,65 Milliarden Dollar genannt.

Netto verdiente BP in den letzten drei Monaten mit rund 2,3 Milliarden Dollar etwa 71 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Das half dem Konzern, seinen Verlust aus dem dritten Quartal zu kompensieren: Nach einem rund 20 Milliarden Dollar schweren Verlustjahr 2020 verdiente BP nun im Gesamtjahr knapp 7,6 Milliarden Dollar.

dri/afx/dpa/reuters
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