Börsenbarometer 10/2002 Platz 13, Henning Schulte-Noelle

Welch ein Aufschrei am Finanzplatz Frankfurt, als Allianz-Chef Henning Schulte-Noelle im vergangenen Jahr das Gezerre um die Dresdner Bank beendete und die Truppe um Bernd Fahrholz in den Münchener Versicherungsriesen eingliederte. Einige stimmten gar den Abgesang auf die Main-Metropole an, und in der Tat umwehte Schulte-Noelle bei seinem "Einmarsch" in Frankfurt der Hauch eines Eroberers.

Mittlerweile ist der Stolz verblasst und der einst so unantastbare Primus der Allianz  muss einsehen, dass das vom Konkurrenten Deutsche Bank unter Schmerzen verschmähte grüne "Juwel" Dresdner Kleinwort Wasserstein von reichlich Katzengold eingefasst war (siehe: "Schock-Options"). Allein im zweiten Quartal dieses Jahres verbuchte die Investmentbank ein Minus im dreistelligen Millionenbereich (siehe: "Das ist mein Boot").

Bei den Anlegern steht Schulte-Noelle nicht mehr hoch im Kurs. Eine Zustimmung von nur noch 48 Prozent bedeuten ein Minus von zehn Prozentpunkten.

Schulte-Noelle-Biografie: Keine Klinken geputzt


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Übersicht: Die Topmanager im Anlegerurteil Einleitung: Börsenbarometer 10/2002

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