Blackberry-Telefone Das leise Ende eines Statussymbols

Einst gehörten sie zur Grundausstattung von Managern und Politikern. Nun verlieren die älteren Blackberry-Modelle mit der charakteristischen Tastatur endgültig ihren Nutzen.
Alte Zeiten: RIM-Chef Thorsten Heins präsentiert 2012 das neue Blackberry

Alte Zeiten: RIM-Chef Thorsten Heins präsentiert 2012 das neue Blackberry

Foto: DAVID MANNING/ REUTERS

Blackberry galt als Pionier des Smartphones, verpasste jedoch mit dem Erscheinen von Apples iPhone und der Android-Geräte den Anschluss. Seit heute ist für Telefone mit den als veraltet geltenden hauseigenen Betriebssystemen Blackberry OS 7.1 und 10 endgültig Schluss: sie werden ab dem 4. Januar 2022 nicht mehr verlässlich funktionieren, teilte das Unternehmen mit. Bereits vor einigen Jahren hatte Blackberry die Entwicklung eigener Smartphones und Betriebssysteme aufgegeben und konzentriert sich seitdem vor allem auf Software für Unternehmen.

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Abschied vom Blackberry

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Weiterhin funktionieren werden jedoch neuere Blackberry-Smartphones, die mit dem Betriebssystem Android laufen, deren Marktanteil jedoch verschwindend gering ist. Auf die Google-Software stieg das kanadische Unternehmen im Jahr 2015 um, nachdem das Blackberry-10-System am Markt gescheitert war. Weil auch die hauseigenen Android-Smartphones erfolglos blieben, lizenzierte Blackberry den Markennamen an den Handy-Hersteller TCL. Inzwischen baut auch TCL keine Blackberry-Telefone mehr, die texanische Firma OnwardMobility will den Namen jedoch mit einem neuen Gerät wieder reanimieren.

hr/dpa
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