Geldautomatenhersteller engagiert Berater Wincor Nixdorf präpariert sich für möglichen Verkauf

Von Eva Müller
Als noch alles glatt lief: Plakate von Wincor Nixdorf vor dem Börsengang im Mai 2004.

Als noch alles glatt lief: Plakate von Wincor Nixdorf vor dem Börsengang im Mai 2004.

Foto: DPA

Wincor Nixdorf präpariert sich für Übernahmegespräche. Der Geldautomaten- und Kassenhersteller hat nach Informationen von manager-magazin.de kürzlich die auf Finanztransaktionen spezialisierte Kommunikationsagentur Hering Schuppener engagiert.

Nach Informationen von Eingeweihten steht der Prozess allerdings noch sehr am Anfang. Lose Kontakte wegen einer möglichen Kombination gibt es etwa mit dem US-Konkurrenten Diebold. Sobald der Suchprozess für mögliche Partner voll angelaufen ist, dürften allerdings auch Finanzinvestoren Interesse zeigen.

Für Wincor Nixdorf nimmt der Handlungsdruck zu. Im vergangenen Quartal war das bislang profitable Unternehmen in die roten Zahlen gerutscht. Bei einem Umsatz von 560 Millionen Euro fiel ein operativer Verlust (Ebita) von 7 Millionen Euro an. Bei der Veröffentlichung der unerfreulichen Ergebnisse hatte Vorstandschef Eckard Heidloff auf die Frage nach einer möglichen Übernahme oder Fusion erklärt, dass Wincor Nixdorf ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet habe und es mit Nachdruck umsetze: "Damit kann eine eigenständige Entwicklung von Wincor Nixdorf sichergestellt werden", so Heidloff damals.

Seine damalige Aussage, er wolle das Thema nicht mit Stellungnahmen von seiner Seite anheizen, wiederholte Heidloff auch jetzt wieder. Auf die Frage nach dem laufenden Verkaufsprozess und dem Engagement der Kommunikationsagentur ging das Unternehmen auf Nachfrage nicht ein. Auch Hering Schuppener erwiderte eine Bitte um Stellungnahme nicht.

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