Montag, 19. August 2019

Staatsbanken in Steueroasen Wie Landesbanken vor dem deutschen Steuerstaat flüchten

2. Teil: BayernLB

Die BayernLB (hier Zentrale München) unterhält Gesellschaften oder Beteiligungen in den Steueroasen Luxemburg, Shanghai oder auch dem US-Bundesstaat Delaware
Auch die BayernLB ist in Steueroasen wie Shanghai vertreten. Nicht in den Konzernabschluss einbezogen sind zehn weitere Gesellschaften wie die Gesellschaft DKB Neue Bundesländer Fonds ANL mit Sitz in Luxemburg, an der die Bank 96,6 Prozent hält. Hinzu kommen vier Beteiligungen, die auf den Cayman Islands sitzen und für die der Geschäftsbericht zusammen ein positives Ergebnis von zuletzt 11,54 Millionen Euro ausweist.

Zu den Beteiligungen zählen auch zwei Firmen mit Sitz im US-Bundesstaat Delaware. Dieser gilt als größtes Steuerparadies überhaupt unter den US-Staaten und musste für seine Steuerpolitik mehrfach Kritik einstecken. Lorenz Jarass, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der Hochschule RheinMain und einer der profiliertesten Experten auf dem Gebiet internationaler Unternehmensbesteuerung in Deutschland, meint: "Firmensitze in Delaware legen Steueroptimierung nahe."

Bei der BayernLB heißt es auf Anfrage, die Gesellschaften BayernLB Capital LLC I und BayernLB Capital Trust I in Wilmington, Delaware stünden "im Zusammenhang mit der Generierung von Eigenkapital im Jahr 2007". Die Bank beziehe aus den Offshore-Gesellschaften "keinen Steuervorteil".

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