Dienstag, 21. Mai 2019

JP Morgan, Citigroup, Wells Fargo US-Banken fahren Milliardengewinne ein

Türme des Kapitals: Die US-Großbank JP Morgan Chase & Co in New York hat ihren Nettogewinn im ersten Quartal dieses Jahres um 17 Prozent gesteigert

4. 5. 6,4 ... die Rede ist jeweils von Milliarden Dollar Gewinn, die US-Banken im ersten Quartal eingefahren haben. JP Morgan und Citigroup steigerten den Profit prozentual sogar zweistellig. Wells Fargo fiel da zurück.

Die US-Großbank JPMorgan Chase gehört weiter zu den Gewinnern der politischen Unsicherheiten und Umwälzungen. Weil die Anleger vor wichtigen Wahlen in Europa und Notenbank-Entscheidungen mehr gehandelt haben, klingelten bei dem stark aufs Kapitalmarktgeschäft ausgerichteten US-Finanzkonzern im ersten Quartal die Kassen überraschend stark.

"Wir hatten einen guten Start ins Jahr", erklärte Bankchef Jamie Dimon am Donnerstag am Sitz in New York. JPMorgan profitierte insbesondere von einem starken Anleihegeschäft; der Aktienhandel legte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht zu.

Vor diesem Hintergrund stieg der Konzerngewinn im ersten Quartal um 17 Prozent auf mehr als 6,4 Milliarden US-Dollar. Damit übertraf die Bank die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte vorbörslich um 1 Prozent zu.

Konzernchef Dimon: "Den Verbrauchern und Unternehmen geht es gut"

Alle Geschäftsbereiche hätten sich gut entwickelt, sagte Dimon. JPMorgan ist breit aufgestellt: Zum einen ist die Bank einer der wichtigsten Spieler an den internationalen Finanzmärkten; zum anderen besitzt JPMorgan ein starkes Einlagen- und Kreditgeschäft mit US-Privatkunden. "Den US-Verbrauchern und den US-Unternehmen geht es gut", stellte Dimon fest.

Im vergangenen Jahr hatte bereits das Brexit-Votum sowie der Ausgang der US-Präsidentschaftswahl dem Finanzkonzern in die Karten gespielt - es war das beste Jahr der Firmengeschichte. Denn die Spieler am Markt müssen sich in unsicheren Zeiten neu positionieren. JPMorgan verdient an dem regen Handel über Gebühren. Zudem profitiert das Geldhaus von den gestiegenen Zinsen in den USA.

Anleihehandel spielte 17 Prozent mehr ein

Die Erträge im wichtigen Anleihehandel legten im ersten Quartal um 17 Prozent zu auf 4,2 Milliarden Dollar; die Erträge im Aktiengeschäft verbesserten sich überraschenderweise um 2 Prozent auf 1,6 Milliarden Dollar. Insgesamt konnte die Bank ihre Erträge - also die Einnahmen - um 6 Prozent auf 25,6 Milliarden Dollar steigern. JPMorgan ist die erste US-Großbank, die ihre Geschäftszahlen vorlegt.

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