Mittwoch, 19. Februar 2020

US-Hypotheken Deutsche Bank erneut im Visier der SEC

Deutsche Bank-Zentrale: Umstrittene Hypothekengeschäfte verfolgen Deutschlands Geschäfte fortgesetzt

Mit einem milliardenschweren Vergleich hat die Deutsche Bank gerade erst einen Streit um umstrittene Hypothekengeschäfte beigelegt. Nun ermittelt die US-Börsenaufsicht, ob das Institut auch nach der Finanzkrise mit falsch bewerteten Papieren gehandelt hat.

Bangalore - Nach Milliardenzahlungen im Zusammenhang mit fragwürdigen Hypothekengeschäften sind die Deutsche Bank und weitere Großbanken einem Zeitungsbericht zufolge neuen Untersuchungen der US-Börsenaufsicht (SEC) ausgesetzt. Im Fokus stehe nun, ob die Kreditinstitute auch in den Jahren nach der Finanzkrise 2008 mit bewusst falsch bewerteten Hypothekenpapieren gehandelt haben, berichtete das "Wall Street Journal" unter Berufung auf Ermittlungskreise.

Wie zuvor schon JPMorgan und UBS hatte die Deutsche Bank vor Weihnachten den Rechtsstreit über den Verkauf fragwürdiger US-Hypothekenpapiere aus der Zeit von 2005 bis 2007 beigelegt. Die Zahlung von 1,4 Milliarden Euro war der größte Vergleich in der Geschichte des deutschen Branchenprimus.

Das Blatt berichtete nun, neben der Deutschen Bank würden auch Hypothekengeschäfte von Barclays, Citigroup, Goldman Sachs, JPMorgan Chase, Morgan Stanley, Royal Bank of Scotland und der UBS geprüft.

Die im vergangenen Jahr angestoßenen Ermittlungen seien noch im Anfangsstadium. Die US-Börsenaufsicht SEC leite die Untersuchungen zusammen mit dem Generalinspekteur des Finanzrettungsfonds Tarp. Behördenvertreter und JPMorgan wollten sich zu dem Bericht nicht äußern. Die anderen Banken waren zunächst nicht zu erreichen.

rei/rtr

© manager magazin 2014
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung