Montag, 22. April 2019

Drei Schritte für Unicredit-Totalumbau Unicredit will Kapital offenbar um bis zu 10 Milliarden erhöhen

Die HypoVereinbank-Mutter Unicredit soll neu aufgestellt werden

Mit zunächst drei Transaktionen will der neue Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier die notleidende Bank aus dem Tief ziehen. Dazu gehört auch eine massive Kapitalerhöhung, berichtet die "FT".

Der neue Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier will die angeschlagene italienische Großbank einem Bericht zufolge mit drei großen Schritten neu aufstellen. Um die Finanzstärke der HVB-Mutter zu stärken, sollen dabei neue Aktien für bis zu 10 Milliarden Euro am Markt platziert werden, berichtete die "Financial Times" unter Berufung auf vier mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Dies wäre eine massive Kapitalerhöhung, da die Bank nach einem starken Kursverfall der Aktie an der Börse derzeit nur noch knapp 15 Milliarden Euro wert ist. Die Bank lehnte eine Stellungnahme auf Anfrage der Zeitung ab.

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Zudem soll die Vermögensverwaltungssparte Pioneer jetzt ganz verkauft werden - eine Fusion mit dem selben Geschäft der spanischen Großbank Santander war im Sommer gescheitert. Über den bevorstehenden Verkauf des Vermögensverwalters hatte in dieser Woche bereits die italienische Zeitung Zeitung "Il Messaggero" berichtet. Mögliche Käufer sollen die französische Bank BNP Paribas , der US-Vermögensverwalter Blackrock sowie die Versicherer Generali und Axa sein.

Dritter Baustein der Unicredit-Neuaufstellung soll zudem die Auslagerung von notleidenden Krediten in zweistelliger Milliardenhöhe in eine neue Gesellschaft sein. Derzeit werde nach Investoren dafür gesucht. Zudem soll sich das neue Vehikel zum Teil über staatlich abgesicherte Wertpapiere refinanzieren. Diese Pläne sind aber politisch umstritten.

Lässt keinen Stein auf dem anderen: der neue Unicredit-Chef Jean-Pierre Mustier

rei/dpa-afx

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