Mittwoch, 27. Mai 2020

Einigung mit Gewerkschaften Unicredit baut in Italien 5200 Stellen ab

Unicredit einigt sich mit Gewerkschaften auf Stellenabbau von 5200 statt ursprünglich 6000 Arbeitsplätzen

Die italienische Großbank Unicredit Börsen-Chart zeigen , zu der die Hypovereinsbank (HVB) gehört, hat sich mit den Gewerkschaften auf einen Abbau von 5200 Stellen geeinigt. Das teilten die Bank und die Gewerkschaften am Donnerstag unter anderem auf Twitter mit. Danach fällt der Abbau in Italien geringer aus als die zunächst geplante Größenordnung von 6000. Denn für rund 800 Mitarbeiter seien Umschulungen und andere Maßnahmen verabredet worden, schrieb die Bank in einer Mitteilung.

Zudem habe das Unternehmen zugestimmt, 2600 zumeist junge Mitarbeiter anzuheuern, so die Gewerkschaften. Die Bank bestätigte Neuanstellungen in dieser Größe über die nächsten vier Jahre. Die Vereinbarung werde sich positiv auswirken auf die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität der Gruppe, schrieb das Institut.


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Die Hypovereinsbank-Mutter Unicredit in Mailand hatte durch hohe Abschreibungen und Umbaukosten zum Jahresende 2019 einen Gewinnrückgang vermeldet. Im dem gesamten Jahr verdiente die Bank unter dem Strich knapp 3,4 Milliarden Euro und damit rund 18 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Anfang Dezember kündigte die Bank den konzernweiten Abbau von 8000 Stellen bis zum Jahr 2023 an. Bei der HVB sollen demnach 1300 Stellen in den nächsten zehn Jahren abgebaut werden. Die HVB zählte zuletzt etwa 12.200 Stellen.

dpa-afx/akn

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