Sonntag, 21. April 2019

Unicredit bekommt 13 Milliarden Italiens größte Kapitalerhöhung gelungen

Aufatmen in Mailand: Unicredit hat eine gut 13 Milliarden Euro schwere Kapitalerhöhung geschafft

Für einen Berg fauler Kredite braucht die Unicredit viel Geld. Das hat sie jetzt bekommen. Die größte Kapitalerhöhung in der Geschichte Italiens ist damit unter Dach und Fach.

Die italienische Großbank Unicredit hat ihre rekordhohe Kapitalerhöhung fast vollständig unter Dach und Fach gebracht. Die 13 Milliarden Euro schwere Emission neuer Aktien sei zu 99,8 Prozent platziert worden, teilte das Geldhaus am Donnerstagabend mit.

Nicht ausgeübte Bezugsrechte sollen an der italienischen Börse ab dem 27. Februar angeboten werden. Die Investoren hatten bis Donnerstag Zeit, die Papiere zu zeichnen.

Die gesamte Kapitalerhöhung, die größte in der Geschichte Italiens, soll bis zum 10. März abgeschlossen sein. Sie ist auch die größte in Europa seit 2010. Die Mutter der Münchner HypoVereinsbank will damit nach einem Verlust von 11,8 Milliarden Euro im vergangenen Jahr den Abbau fauler Kredite finanzieren und sich fit für die Zukunft machen.

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Unicredit ächzt wie die gesamte Bankenbranche des Landes unter der Wirtschaftsflaute in Italien und im Zuge dessen unter einem Berg von Problemdarlehen. Bank-Chef Jean-Pierre Mustier musste sich aber keine Sorgen machen, die neuen Aktien loszuschlagen. Die beteiligten Banken haben die Emission garantiert, sie würden also übrig bleibende Papiere in die eigenen Bücher nehmen.

rei/dpa

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