Samstag, 25. Januar 2020

Stellenabbau im Management UBS baut Vermögensverwaltung um

UBS-Zentrale in Zürich: Umbau der Vermögensverwaltung

Der neue Co-Bereichs-Chef Iqbal Khan baut die Vermögensverwaltungssparte der UBS um und strafft die Organisation. Um die Effizienz zu erhöhen, sollen bei der Schweizer Großbank bis zu drei Management-Ebenen gestrichen werden, wie aus einer internen Mitteilung der beiden Bereichsleiter Khan und Tom Naratil hervorgeht.

Im Zuge der Neuorganisation sollen bis zu drei Managementebenen wegfallen - und damit bis zu 500 Jobs, wie der Co-Chef der Sparte, Iqbal Khan, in einer Telefonkonferenz für Journalisten sagte. Dies entspreche aber höchstens zwei Prozent der Stellen, während es in dem Bereich ohnehin eine Fluktuation von sieben bis acht Prozent gebe.

An der Börse kamen die Neuigkeiten gut an. Die UBS-Aktie gewann am Vormittag 2,4 Prozent an Wert und war damit zweitstärkster Wert im Schweizer Leitindex SMI

Die Region Europa, Naher Osten und Afrika stellen die beiden Manager neu auf. Mit sofortiger Wirkung werde die Region in die drei Einheiten EU, Zentral- und Osteuropa sowie Naher Osten und Afrika unterteilt. Die Einheiten würden von Christl Novakovic, Caroline Kuhnert und Ali Janoudi geleitet.

Khan, der am 1. Oktober bei der UBS begann, führt zudem weitere Änderungen ein, die er bereits in vergleichbarer Position bei Credit Suisse angestoßen hatte. Dazu gehört eine verstärkte Kreditvergabe an die reichen Kunden, mit denen sich gutes Geld verdienen lässt. Zudem soll die Zusammenarbeit mit dem Investmentbanking vertieft werden.

Die UBS ist der weltweit größte Verwalter von Privatvermögen. Bezüglich Wachstum in dem Geschäft hinkte die Bank dem Erzrivalen Credit Suisse zuletzt aber hinterher. Von der Ernennung Khans erhofft sich die Bankleitung neuen Schwung. Hat der Schweizer Erfolg, gilt er als Favorit für die Nachfolge von Konzernchef Sergio Ermotti.

la/dpa/reuters

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