Mittwoch, 16. Oktober 2019

Verwaltete Vermögen bei 3381 Milliarden Dollar UBS überrascht mit Gewinnplus

UBS in Zürich

Der weltgrößte Vermögensverwalter UBS legt beim Gewinn nur leicht zu, übertrifft aber die Erwartungen der Märkte. Auch wenn Kunden unter dem Strich im zweiten Quartal Geld abgezogen haben, kletterten die verwalteten Vermögen leicht auf 3381 Milliarden Dollar.

Der Gewinn der UBS Börsen-Chart zeigen ist im zweiten Quartal angesichts einer verhaltenen Entwicklung in der Vermögensverwaltung und der Investmentbank praktisch nicht vom Fleck gekommen. Die größte Schweizer Bank verbuchte von April bis Juni einen Überschuss von 1,392 Milliarden Dollar - ein Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die UBS am Dienstag mit. Damit schnitt die Bank deutlich besser ab, als von Analysten erwartet, berichten Schweizer Medien.

Ihre Ziele bestätigte die UBS, gab sich aber für die weitere Entwicklung vorsichtig: Die niedrigen Zinsen und erwartete Zinssenkungen dürften sich weiterhin negativ auf den Nettozinsertrag auswirken.

Der Vorsteuergewinn kletterte von April bis Juni auf 1,76 Milliarden Dollar nach 1,71 Milliarden Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Erträge summierten auch auf 7,53 Milliarden Dollar und lagen damit auch über den durchschnittlichen Erwartungen der Märkte (7,20 Milliarden). Das Verhältnis aus Kosten zu Erträgen (die Cost/Income-Ratio) betrug den weiteren Angaben zufolge 76,5 Prozent.

"Im zweiten Quartal 2019 konnten wir uns gegenüber dem starken Vorjahr noch verbessern und den höchsten Reingewinn eines zweiten Quartals seit 2010 erzielen", kommentierte UBS-Chef Sergio Ermotti die Kennzahlen den Berichten zufolge.

Verwaltete Vermögen legen leicht zu, aber Geldzufluss geht zurück

Für den weltgrößten Vermögensverwalter sind die unter dem Strich neu zugeflossenen Gelder stets von besonderer Bedeutung: Hier musste das Global Wealth Management nach einem hohen Zufluss von 22,3 Milliarden im ersten Quartal 2019 nun im zweiten Quartal einen Abfluss von zwei Milliarden Dollar hinnehmen. Als Grund führt die Bank saisonal steuerbedingte Abflüsse in den USA von 5,1 Milliarden Dollar an, heißt es weiter in Schweizer Berichten. Die bereinigte Nettomarge in der Vermögensverwaltung betrug 14 Basispunkte nach 15 Basispunkten im Vorquartal.

Die insgesamt verwalteten Vermögen legten aufgrund der Marktentwicklung trotzdem zu. Sie beliefen sich per Ende Quartal auf 3381 Milliarden Dollar nach 3318 Milliarden Dollar per Ende März 2019.

rei

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