Verzicht auf Wiederwahl Beatrice Weder di Mauro gibt Amt bei UBS auf

Die bekannte Ökonomin Beatrice Weder di Mauro scheidet bei der Schweizer Großbank UBS aus dem Verwaltungsrat aus. Sie wird sich nicht wieder zur Wahl stellen.
Beatrice Weder di Mauro

Beatrice Weder di Mauro

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JOHANNES EISELE/ AFP

Es gab eine Zeit, da war Beatrice Weder di Mauro (55) so etwas wie die Wonderwoman der Deutschland AG. Wann immer der Nominierungsausschuss eines Dax-Konzerns auf der Suche nach weiblichen Aufsichtsratsmitgliedern war, fiel regelmäßig auch der Name der Ökonomin, die als erste Frau als Wirtschaftsweise in den Sachverständigenrat der Bundesregierung berufen wurde. 

Nacheinander zog sie in die Gremien der Ergo-Versicherungsgruppe, des Stahlkochers Thyssenkrupp und des Autozulieferers Bosch ein. Ihre Anziehungskraft machte auch vor nationalen Grenzen nicht halt. 

Sie wurde Verwaltungsrätin beim Schweizer Pharmagiganten Roche, dem Züricher Geldkonzern UBS und dem kanadischen Eisenbahn- und Flugzeugbauer Bombardier.

Allzu häufig fiel sie allerdings mit ausufernden volkswirtschaftlichen Vorträgen auf – und einer mangelnden Bereitschaft, sich in komplexe unternehmerische und strategische Fragestellungen einzuarbeiten. Lediglich bei Bosch blieb sie länger als zwei Amtsperioden.

Auch bei der UBS ist jetzt nach der Generalversammlung im April Schluss. Verwaltungsratspräsident Axel Weber (63) plant gerade seine Nachfolge für 2022. Die Ökonomin ist da eine probate Streichkandidatin: Sie soll Platz machen für einen großen Namen. Der offiziellen Mitteilung zufolge  hat Mauro den Verwaltungsrat darüber informiert, dass sie für eine Wiederwahl nicht mehr zur Verfügung steht und sich aus dem Gremium zurückziehen wird.

pal
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