Neobank Start-up Vivid Money hat Gewinnzone im Blick

Die Berliner Smartphone-Bank Vivid Money ist als Start-up erst seit wenigen Jahren am Markt. In spätestens zwei Jahren will das Institut jedoch bereits schwarze Zahlen schreiben.
Banking per Smartphone: Neobanken wie Vivid oder N26 machen etablierten Instituten Konkurrenz

Banking per Smartphone: Neobanken wie Vivid oder N26 machen etablierten Instituten Konkurrenz

Foto: Jens Kalaene/ dpa

Die Berliner Smartphone-Bank Vivid Money ist nach Angaben von Firmenmitbegründer Alexander Emeshev auf einem guten Weg, sich aus der Verlustzone zu bewegen. "Wir werden schätzungsweise in weniger als zwei Jahren, in etwa zwölf bis 24 Monaten, die erste Profitabilitätsschwelle erreichen", sagte Emeshev der Deutschen Presse-Agentur. Bis dahin werde sein Unternehmen die Ausgaben für den laufenden Betrieb, die Kundenbetreuung und andere operative Ausgaben aus den laufenden Einnahmen bestreiten.

Vivid entstand erst 2019 und gehört wie das größte deutsche Fin-Tech-Unternehmen N26 zu den sogenannten Neobanken, die das Banking-Geschäft in Deutschland umkrempeln wollen. Start-up-Unternehmen in der Finanzbranche nehmen üblicherweise eine jahrelange Verlustphase in Kauf, um sich am Markt durchzusetzen.

Vivid Money ist in Deutschland, Frankreich, Spanien und Italien aktiv. Im April hatte das Unternehmen in einer zweiten Finanzierungsrunde 60 Millionen Euro vor allem von US-amerikanischen Wagniskapitalgebern eingesammelt, um gegen Neobanken wie N26 und Revolut, aber auch gegen traditionelle Institute und Direktbanken anzutreten. Vivid steht aber auch in Konkurrenz zu Online-Brokern wie Trade Republic oder den Berliner Kryptowährungsspezialisten Nuri (ehemals Bitwala).

cr/dpa
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