Montag, 24. Juni 2019

Social-Media-Ranking Zu viel Käse und alkoholfreies Bier - wie Banken in sozialen Netzen punkten

Die Top 3 des Storyclash-Rankings

Minus 38 Prozent, minus 62 Prozent, minus 83 Prozent: Der September war ein schwieriger Monat für Deutschlands Banken. Fast alle Geldhäuser im Social-Media-Ranking der deutschen Bankenszene, das Storyclash für manager-magazin.de erstellt hat, mussten im Vergleich zum Vormonat erhebliche Einbußen hinnehmen. Trotzdem nach wie vor und mit weitem Abstand an der Spitze: die Ing-Diba.

Insgesamt 30.688 Interaktionen, also Likes und Kommentare, hat Storyclash für die ING Diba auf den Facebook-, Youtube-, Twitter- und Instagram-Auftritten der Ing-Diba gezählt; auf Platz 2 folgt die Hamburger Sparkasse mit gut halb so vielen Interaktionen. Das Fintech-Start-up N26, im Vormonat noch auf dem zweiten Platz, rückt einen Rang weiter nach hinten. Weitere Platzierungen sowie die erfolgreichsten Posts der Geldhäuser zeigt die interaktive Grafik:

Die unterschiedlichen Strategien der Banken werden bei einem Blick auf die erfolgreichsten Posts des vergangenen Monats ersichtlich. Spitzenreiter Diba setzt etwa auf humoristische Bilder zum Thema Geld und Sparen, verquickt mit kurzen Hinweisen auf das kostenlose Girokonto des Unternehmens.


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"Da ist zu viel Käse auf meiner Pizza...", heißt es auf dem erfolgreichsten Post der Bank stilistisch angelehnt an eine SMS-Konversation auf dem Smartphone: "Alter, das ist als würde ich sagen, da ist zu viel Geld auf meinem Konto!" Allein mit diesem Post kam die Direktbank auf gut 9000 Interaktionen.

Zum Vergleich: Der Branchenprimus aus Frankfurt, die Deutsche Bank Börsen-Chart zeigen, machte im ganzen Monat September mit seinen Posts lediglich gut 2400 Interaktionen - und das, obwohl das Geldhaus allein auf Facebook 144.000 Fans um sich geschart hat, während die ING Diba lediglich gut 91.000 Follower vermeldet.

Die Hamburger Sparkasse setzt derweil auf Lokalkolorit. Auf ihrem Instagram-Account verbreitet die Haspa Schnappschüsse aus ihrer Heimatstadt, die häufig auch von anderen Instagram-Accounts stammen.

Dass so gut wie alle im Ranking verfügbaren Banken im September Federn lassen mussten, ist laut Storyclash normalen monatlichen Schwankungen geschuldet. Spitzenreiter Ing-Diba hatte im Vormonat beispielsweise mit ihrem Top-Post über 22.000 Interaktionen eingesammelt - fehlt ein solcher Blockbuster, macht sich dies entsprechend im Ranking bemerkbar. Im laufenden Monat Oktober sehe es für die beobachteten Unternehmen zu allermeist besser aus.

luk

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