Zwei Milliarden Euro Minus Schiffskrise reißt NordLB tief in die Verlustzone

Die Krise in der Schifffahrt hat der NordLB-Tochter Bremer Landesbank schwer zugesetzt. Die NordLB hat die Bremer Landesbank inzwischen komplett übernommen

Die Krise in der Schifffahrt hat der NordLB-Tochter Bremer Landesbank schwer zugesetzt. Die NordLB hat die Bremer Landesbank inzwischen komplett übernommen

Foto: Ingo Wagner/ dpa

Die Schiffskrise hat die Norddeutsche Landesbank (NordLB) tief in die roten Zahlen getrieben. Der Nettoverlust lag im vergangenen Jahr bei 1,96 Milliarden Euro, wie die Bank am Donnerstag in Hannover mitteilte. 2015 hatte die NordLB noch knapp eine halbe Milliarde Gewinn erwirtschaftet.

Allein für faule Kredite in ihrem 16,8 Milliarden Euro schweren Schiffsportfolio legte das Institut 2,94 (2015: 0,84) Milliarden Euro zurück. Die harte Kernkapitalquote sank zum Jahresende von 13,1 auf 11,3 Prozent. Frisches Kapital brauche die NordLB aber nicht, bekräftigte der neue Vorstandschef Thomas Bürkle. "Wir können dieses Negativergebnis aus eigener Kraft verarbeiten."

Im laufenden Jahr soll das Schiffskreditportfolio um drei Milliarden Euro abgebaut werden. Bis Ende 2018 soll es nur noch zwölf bis 14 Milliarden Euro schwer sein. Trotz der anhaltend hohen Belastungen aus dem Schiffsmarkt hält Bürkle für 2017 aber die Rückkehr in die Gewinnzone für realistisch.

In einer eiligen Rettungsaktion hatte die NordLB die Bremer Landesbank zum Jahreswechsel komplett übernommen und ihr 400 Millionen Euro frisches Kapital zugeführt. Die Tochter drohte unter ihren Schiffskrediten zusammenzubrechen. Nun soll sie komplett auf die NordLB verschmolzen werden. Sie erhofft sich davon bis 2020 Einsparungen von 150 bis 200 Millionen Euro.

Haupteigentümer der NordLB ist das Land Niedersachsen - neben Sachsen-Anhalt, dem Sparkassenverband Niedersachsen, dem Sparkassenbeteiligungsverband Sachsen-Anhalt und dem Sparkassenbeteiligungszweckverband Mecklenburg-Vorpommern.

mg/rtr
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