1MDB-Skandal New Yorker Gericht spricht Ex-Goldman-Banker schuldig

Im Skandal um den malaysischen Staatsfonds 1MDB hat ein Gericht in New York einen ehemaligen Banker von Goldman Sachs schuldig gesprochen. Er soll mehrere Millionen ergaunert haben – und muss nun womöglich für viele Jahre ins Gefängnis.
Schuldig gesprochen: Ex-Goldman-Banker Roger Ng (M.) mit Anwälten nach dem Urteil vor dem New Yorker Gerichtsgebäude

Schuldig gesprochen: Ex-Goldman-Banker Roger Ng (M.) mit Anwälten nach dem Urteil vor dem New Yorker Gerichtsgebäude

Foto: BRENDAN MCDERMID / REUTERS

Einem ehemaligen Banker des US-Finanzkonzerns Goldman Sachs droht nach einem Schuldspruch in der Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB eine lange Haftstrafe. Nach einem achtwöchigen Gerichtsprozess in Brooklyn sprach die Jury den 49-Jährigen Roger Ng am Freitag in allen Anklagepunkten schuldig. Verstöße gegen amerikanische Anti-Bestechungs- und -Geldwäsche-Gesetze könnten den früheren Manager der Bank nun bis zu 30 Jahre ins Gefängnis bringen. Laut Anklage soll er durch seine Rolle bei dem Skandal selbst über 35 Millionen Dollar (32 Millionen Euro) ergaunert haben.

Der milliardenschwere 1MDB-Fonds war 2009 zur Wirtschaftsförderung Malaysias eingerichtet worden. Ex-Regierungsmitglieder und dubiose Berater sollen jedoch - mithilfe von früheren Goldman-Mitarbeitern - den Großteil der Mittel veruntreut haben. Die Bank akzeptierte im Oktober 2020 bei einem Vergleich eine Strafe in Höhe von 2,9 Milliarden Dollar. Der als Hauptverantwortlicher bei Goldman geltende frühere Vorgesetzte des nun verurteilten Ng hatte sich schuldig bekannt und einen Deal mit der Strafverfolgung geschlossen. Beim Prozess belastete er seinen ehemaligen Kollegen schwer.

cr/dpa-afx
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