N26-Konkurrent Revolut verdreifacht Bewertung Internetbank Revolut sammelt halbe Milliarde Dollar ein

Revolut-Gründer Vlad Yatsenko und Nikolay Storonsky

Revolut-Gründer Vlad Yatsenko und Nikolay Storonsky

Foto: Revolut

Der Londoner N26-Konkurrent Revolut hat eine halbe Milliarde Dollar von Investoren eingesammelt, um sein Geschäft in Europa zu stärken. Wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte, steigt die Bewertung des Fintechs damit auf 5,5 Milliarden Dollar, womit das Unternehmen soweit bekannt das am höchsten bewertete Fintech Europas ist. Lediglich der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna  liegt auf dem Kontinent mit rund fünf Milliarden Dollar bislang in einer ähnlichen Größenordnung.

Angeführt wurde die Finanzierungsrunde den Angaben zufolge von dem amerikanischen Wagniskapitalgeber TCV, der unter anderem auch bei Airbnb und der Flixbus-Mutter Flixmobility investiert ist. Auch bereits existierende Investoren hätten sich an der insgesamt vierten Finanzierungsrunde der Briten beteiligt, hieß es. Insgesamt hat Revolut damit nach eigenen Angaben 836 Millionen Dollar eingesammelt.

Mit dem neuen Geld will Revolut die Nutzerfreundlichkeit seiner Produkte weiter verbessern und die Banking-Aktivitäten in Europa ausbauen. Ziel sei es, eine weltweite Finanz-Plattform zu schaffen, betonte Revolut-Gründer und CEO Nikolay Storonsky. Deshalb wolle man sich nun darauf fokussieren, die Zahl der regelmäßigen Nutzer zu erhöhen, und sich weiter Richtung Profitabilität entwickeln. Aktuell gibt Revolut die Zahl seiner Kunden weltweit mit zehn Millionen an.

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Eine Ankündigung, die Konkurrent N26 mit Aufmerksamkeit verfolgen dürfte. Die Berliner, die zuletzt mit IT-Problemen und Kundenbeschwerden zu kämpfen hatten, die eine Sonderprüfung der Bafin zu Folge hatte, haben gerade angekündigt, sich aus Großbritannien zurückziehen zu wollen.

Mit der neuen Finanzierungsrunde hat Revolut nun mehr Geld eingesammelt als sein zwei Jahre älterer Wettbewerber N26. Die Berliner, die im Juli vergangenen Jahres ihre letzte Finanzierung kommuniziert hatten, hatten in ihrer Series D rund 470 Millionen Dollar eingesammelt. Insgesamt wurden bislang Investitionen von etwas über 700 Millionen US-Dollar kommuniziert. Die Bewertung der Deutschen lag zuletzt bei 3,2 Milliarden Dollar.