Montag, 24. Juni 2019

M&A-Geschäft Warum Banker bei Tech-Deals außen vor bleiben

Skype, Beats & Co.: Die größten Merger ohne Banken
AFP

2. Teil: Tech-Firmen sind extrem gut vernetzt - und kennen die Start-Ups

Um so bedauerlicher für die Banken, dass Tech-Übernahmen aktuell boomen. Alleine im bisherigen Jahresverlauf wurden Tech-Übernahmen im Wert von mehr als 100 Milliarden Dollar angekündigt. Laut Dealogics der höchste Wert seit dem Jahr 2000.

Gründe dafür, dass die Banken bei Übernahmen immer häufiger auf ihren Anteil verzichten müssen, gibt es viele. Zum einen sind die Tech-Manager im Silicon Valley extrem gut vernetzt. Viele kennen sich wie beispielsweise bei Facebooks Instagramm-Übernahme oder dem WhatsApp-Kauf schon vor dem Deal persönlich.

Zudem handelt es sich bei den Übernahmekandidaten oft um noch relativ kleine Start-ups, bei deren Bewertung sich Investmentbanker teils schwer tun.

"Der Eindruck ist weit verbreitet, dass Investmentbanker bei der Bewertung solcher Start-ups in der der Frühphase einfach nicht so wichtig sind", sagt Weil-Gotshal- and-Manges-Anwalt Richatrd E. Climan, der für seine Kanzlei Unternehmen bei Übernahmen ohne Bankzutun rechtlich berät.

Schließlich geht es bei vielen Übernahmen eher um Wetten auf die Zukunft. Oder die Unternehmen versuchen, durch die Übernahme technische Lücken zu schließen.

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