Börsengang offenbar vom Tisch Lufthansa will 20 Prozent der Technik-Sparte verkaufen

Lufthansa will Insidern zufolge 20 Prozent der Technik-Tochter verkaufen. Die Banken Citigroup und JP Morgan beraten den MDax-Konzern bei dem Deal, in dem das Tochterunternehmen mit fünf bis acht Milliarden Euro bewertet werden soll, heißt es.
Lufthansa-Chef Carsten Spohr: Auf der Hauptversammlung sprach er zuletzt nur noch von "Vorbereitungen für den Verkauf eines Minderheitsanteils im kommenden Jahr"

Lufthansa-Chef Carsten Spohr: Auf der Hauptversammlung sprach er zuletzt nur noch von "Vorbereitungen für den Verkauf eines Minderheitsanteils im kommenden Jahr"

Foto: BRIAN SNYDER / REUTERS

Die Lufthansa strebt Insidern zufolge den Verkauf von rund 20 Prozent ihrer Wartungstochter Lufthansa Technik an. Der Prozess werde später in diesem Jahr anfangen, sagten mit dem Vorgang Vertraute der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag. Mehrere Finanzinvestoren bereiteten Gebote für einen 20-prozentigen Anteil vor, sagte einer der Insider.

Die Banken Citigroup und JP Morgan beraten den MDax-Konzern bei dem Deal, in dem das Tochterunternehmen mit fünf bis acht Milliarden Euro bewertet werden soll. Der Airline-Konzern suche einen langfristigen Investor für die Wartungstochter, die auf ihrem Gebiet zu den weltweit führenden Anbietern gehört. Ein Lufthansa-Sprecher wollte sich dazu nicht äußern.

Schon vor der Corona-Krise gab es Gerüchte über einen möglichen Verkauf oder Teilbörsengang von Lufthansa Technik. Im vergangenen Jahr erklärte Lufthansa-Finanzchef Remco Steenbergen (53), beide Optionen würden geprüft.

Zuletzt sprach Lufthansa-Chef Carsten Spohr (55) auf der Hauptversammlung nur noch von "Vorbereitungen für den Verkauf eines Minderheitsanteils im kommenden Jahr". Das Thema Börsengang sei vorerst vom Tisch, erklärten die drei Insider. Zu einem späteren Zeitpunkt sei eine Aktienemission aber möglich.

sio/Reuters
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