Sonntag, 15. Dezember 2019

Probleme mit IT-Projekt Kritik im Aufsichtsrat an Deutsche-Bank-Finanzvorstand Stefan Krause

"Kaum Fortschritte, häufige Nachfragen": Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist unzufrieden mit der Arbeit von Finanzvorstand Krause am IT-Projekt "Stride"

Das wichtigste IT-Projekt der Deutschen Bank unter Führung von Finanzvorstand Krause macht kaum Fortschritte. Der Aufsichtsrat ist unzufrieden - dies schlägt sich auch in der Barkomponente von Krauses Bonus nieder.

Hamburg - Der Aufsichtsrat der Deutschen Bank ist unzufrieden mit der Arbeit von Finanzvorstand Stefan Krause am Projekt "Stride". Ziel des wichtigsten IT-Projekts des Konzerns ist es, die Datenkomplexität zu verringern, etwa durch die Migration Tausender IT-Systeme auf einige wenige. Das aber gestaltet sich zäher als gedacht: Den eigentlich für 2013 geplanten Abschluss des Projekts musste Krause bereits auf 2015 verschieben, wie manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. Mai) berichtet.

Auf einer Liste, mit der der Aufsichtsrat die Großprojekte der Bank per Ampelsystem (rot, orange, gelb, grün) bewertet, firmiert "Stride" unter orange, der zweitschlechtesten Stufe. Das heißt: kaum Fortschritte, häufige Nachfragen.

Die Kritik schlägt sich auch in der Barkomponente von Krauses Bonus für 2013 nieder: Die fällt mit 926.415 Euro geringer aus als etwa die von Privatkundenchef Rainer Neske, der 1,071 Millionen Euro einstreicht - auch deshalb, weil dessen IT-Projekt "Magellan" rasante Fortschritte macht.

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