Sonntag, 22. September 2019

Ermisch löst von Oesterreich noch vor dem Sommer ab HSH Nordbank - neuer Chef, bald auch neue Eigentümer

Stefan Ermisch (l.) übernimmt den Chefposten der HSH Nordbank von Constantin von Oesterreich.

2. Teil: Bonus für erfolgreiche Privatisierung

Von Oesterreich amtiert seit November 2012 als Chef der Bank. Zuvor war er Risikovorstand unter Dirk Jens Nonnenmacher, 52, der sein Amt Ende März 2011 aufgeben musste. Als auch Nonnenmachers Nachfolger im Amt, Paul Lerbinger, nach 19 Monaten gescheitert war, wurde von Oesterreich zum Feuerwehrmann an der Spitze der skandalgeschüttelten Landesbank.

Auch sein Nachfolger Ermisch wird sich nach Informationen aus dem Aufsichtsrat voraussichtlich mit einem Gehalt von 500 000 Euro pro Jahr und unterdurchschnittlichen Pensionszahlungen bescheiden müssen. Allerdings ist wohl ein Bonus für den Fall einer erfolgreichen Privatisierung im Gespräch. In den nächsten Tagen wollen die Länder entscheiden, wer sie dabei berät. Die Privatisierung der Landesbank gilt neben der Sanierung der Deutschen Bank derzeit als kniffligster Job in der deutschen Finanzbranche.

Formal soll Ermisch voraussichtlich auf einer außerordentlichen Aufsichtsratssitzung Anfang Mai zum neuen CEO bestimmt werden. Von Oesterreichs letzter Auftritt wäre dann möglicherweise schon die Bilanzpressekonferenz der Bank, die für den 9. Juni terminiert ist.

Ein Sprecher der Bank wollte die Informationen nicht kommentieren. .

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