Geldhaus-Konsolidierung Eurobank schluckt griechische Postbank

Griechenland setzt die Neuordnung des angeschlagenen Bankenwesens fort. Die Hellenic Postbank und die Proton Bank schlüpfen unter das Dach der Eurobank. Die Strippen zieht dabei der griechische Stabilitätsfonds.
Kriseninstitut: Die Hellenic Post Bank wird verkauft.

Kriseninstitut: Die Hellenic Post Bank wird verkauft.

Foto: AFP

Athen - Die Konsolidierung im griechischen Bankensektor kommt mit dem Verkauf von zwei kleineren Geldhäusern durch den griechischen Stabilitätsfonds weiter voran. Sowohl die Hellenic Postbank als auch die Proton Bank gehen an die Eurobank, das viertgrößte Geldinstitut des Landes. Die entsprechenden Verträge sollten am Montag unterzeichnet werden, wie der Stabilitätsfonds ankündigte.

Beide Geldhäuser waren in der Vergangenheit in "gute" und "schlechte" Teile aufgespalten worden. Die "Good Banks" gingen komplett in den Besitz des griechischen Stabilitätsfonds über.

Die Eurobank ist ebenfalls im Besitz des griechischen Stabilitätsfonds und damit faktisch verstaatlicht, nachdem sie im Juni die nötigen Gelder für ihre Rekapitalisierung nicht aufbringen konnte. Sie soll zu einem späteren Zeitpunkt wieder privatisiert werden. Die drei anderen systemrelevanten Geldhäuser National Bank, Alpha Bank und Piraeus Bank konnten sich aus eigener Kraft rekapitalisieren.

nis/dpa

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