Montag, 17. Februar 2020

Teurer Vergleich um Staatsfonds 1MDB Rechtskosten sorgen für Gewinneinbruch bei Goldman Sachs

Goldman Sachs: Gewinneinbruch um 26 Prozent wegen hoher Rechtskosten und fauler Kredite

Der Gewinn der US-Großbank Goldman Sachs Börsen-Chart zeigen ist im vierten Quartal trotz steigender Einnahmen eingebrochen. Unter dem Strich fiel das Ergebnis wegen höherer Belastungen durch faule Kredite und steigender Rechtskosten um 26 Prozent auf 1,72 Milliarden Dollar, wie die US-Investmentbank am Mittwoch mitteilte.

Goldman Sachs steht einem Insider zufolge vor einem milliardenschweren Vergleich, um die Korruptionsaffäre um den malaysischen Staatsfonds 1MDB beizulegen. Im Schlussquartal erwirtschafte Goldman Sachs Erträge von 9,96 Milliarden Dollar - ein Viertel mehr als im Vorjahresquartal und so viel wie seit 2007 nicht mehr in einem vierten Quartal. Im Gesamtjahr sackte der Gewinn um ein Fünftel auf 7,9 Milliarden Dollar ab.

Anleger traten daraufhin den Rückzug an. Die Aktien der US-Investmentbank fielen zuletzt um 1,6 Prozent. In Frankfurt lagen Deutsche Bank 1,7 Prozent im Minus, Commerzbank um 3,5 Prozent. Auch die US-Futures drehten nach den Zahlen von Goldman ins Minus. Was Anlegern Sorge bereitet: Die Erträge im klassischen Investmentbanking gingen auch bei Goldman Sachs erneut zurück.

Die Wettbewerber JPMorgan und Citigroup hatten am Vortag jeweilseinen deutlich gestiegenen Quartalsgewinn ausgewiesen. Bei Wells Fargo hingegen sorgten hohe Rückstellungen für einen Gewinnrückgang.

la/dpa/reuters

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