Neues Gremium Paul Achleitner wird Chefberater der Deutschen Bank

Die Deutsche Bank installiert ein neues Beratungsgremium mit Ex-Aufsichtsratschef Paul Achleitner an der Spitze. Dem "Global Advisory Board" gehören weitere prominente Mitglieder wie der bereits 99 Jahre alte US-Politiker Henry Kissinger und Ex-Google-Chef Eric Schmidt an.
Expertise gefragt: Paul Achleitner, langjähriger Aufsichtsratschef der Deutschen Bank

Expertise gefragt: Paul Achleitner, langjähriger Aufsichtsratschef der Deutschen Bank

Foto: DPA

Die Deutsche Bank holt sich Unterstützung von ihrem ehemaligen, langjährigen Aufsichtsratschef Paul Achleitner (66). Er soll einen neuen globalen Beirat als Gründungsvorsitzender anführen, der die Deutsche Bank zu wichtigen Trends in Politik und Wirtschaft beraten soll, die wesentlichen Einfluss auf das Geschäftsumfeld des Geldhauses haben, wie das Institut am Dienstag mitteilte.

Dem Beirat sollen auch der frühere US-Außenminister Henry Kissinger (99), der ehemalige Google-Chef Eric Schmidt (67), die Ex-PepsiCo-Chefin Indra Nooyi (67), Siemens-Aufsichtsratschef Jim Hagemann Snabe (57) sowie der Präsident des US-Spitzenuniversität MIT, Rafael Reif (72), angehören.

"Ihre Impulse werden uns dabei unterstützen, als globale Hausbank für unsere Kunden ein wichtiger Ansprechpartner in Zukunftsfragen zu sein", sagte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing (52). Der Beirat traf am Dienstag zu seiner Auftaktsitzung in New York zusammen und soll sich künftig zweimal im Jahr treffen. Achleitner übergab im Mai dieses Jahres die Führung des Aufsichtsrats an den Niederländer Alexander Wynaendts (62), nachdem er zehn Jahre an der Spitze des Gremiums gestanden hatte.

Regelmäßige Gäste der Beiratssitzungen werden neben Wynaendts auch Sewing sowie Chefvolkswirt David Folkerts-Landau (73) sein."In einer sich rasant ändernden Welt ist es gerade für ein globales Finanzinstitut von großer Bedeutung, gesellschaftliche, technologische und geopolitische Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, um daraus die richtigen Schlüsse für unsere Bank und ihre Kunden zu ziehen", sagt Wynaendts. "Ich freue mich, dass wir für unseren neuen globalen Beirat sechs erfahrene Wirtschaftsvertreterinnen und -vertreter, Politiker und Wissenschaftler gewinnen konnten", sagt Sewing.

"Historische Herausforderungen durch geopolitische Spannungen"

Achleitner, Vorsitzender des globalen Beirats, ergänzt: "Wirtschaftliches Handeln wird mehr denn je geprägt von der technologischen Revolution unserer Zeit. Nun kommen weitere historische Herausforderungen durch geopolitische Spannungen und ein veränderter Blick auf die Globalisierung hinzu. Der Beirat wird Ideen und Vorschläge entwickeln, wie die Bank und ihre Kunden durch dieses Umfeld navigieren, Risiken steuern und die sich bietenden Chancen ergreifen können."

hr/reuters
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