Rechtsstreit in Hongkong Ex-Manager verklagt Deutsche Bank auf 15 Millionen Euro

Deutsche-Bank-Niederlassung in Shanghai: Das Geldhaus hat nicht nur in Asien Probleme

Deutsche-Bank-Niederlassung in Shanghai: Das Geldhaus hat nicht nur in Asien Probleme

Foto: © Carlos Barria / Reuters/ REUTERS

Neuer Ärger für die Deutsche Bank: Douglas Morton, ein ehemaliger Manager des Instituts in Asien, verklagt die Bank auf 135,3 Millionen Hongkong-Dollar (etwa 15,5 Millionen Euro). Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet, geht es in dem Rechtsstreit vor dem Arbeitsgericht in Hongkong um Mortons Entlassung, die der Ex-Deutsch-Banker offenbar für unberechtigt hält.

Laut Klage verlangt Morton daher 84 Millionen Hongkong-Dollar als Ausgleich für entgangene Einkünfte sowie 30 Millionen für verpasste Boni. Der Rest der Schadensersatzforderung entfalle beispielsweise auf Rechtskosten, so Bloomberg. Darüber hinaus strebt der Kläger offenbar eine Erklärung der Bank an, die bestätigen soll, dass er sich keines Fehlverhaltens schuldig gemacht habe.

Laut Bloomberg war Morton im vergangenen Jahr von der Deutschen Bank  entlassen worden. Zuvor sei eine interne Untersuchung gestartet worden, bei der Finanztransfers im Fokus standen, die Morton in Richtung einer chinesischen Wertpapier-Firma vorgenommen haben soll. Die Deutsche ist an dieser Firma mit 33 Prozent beteiligt, so Bloomberg.

Asien-Pazifik-Chef geht nächsten Monat

Dabei soll der Banker mindestens einmal Gelder überwiesen haben für einen Deal, an dem die fragliche Gesellschaft gar nicht beteiligt war. Dem Bericht zufolge ist unklar, ob die Untersuchung der Vorgänge seitens der Deutschen Bank bis heute abgeschlossen ist.

Eine Sprecherin der Deutschen Bank in Hongkong wies Mortons Forderungen aus der Klage gegenüber Bloomberg zurück und kündigte eine entschiedene Verteidigung an. Zu Details wollte sich die Sprecherin nicht äußern, weil es sich um ein laufendes Gerichtsverfahren handele.

Von Morton selbst war zu dem Fall laut Bloomberg keine Stellungnahme zu bekommen. Auch ein Vertreter der fraglichen Wertpapier-Firma in China wollte sich zu dem Fall nicht äußern.

Der Rechtsstreit fügt sich in eine Reihe von Streitigkeiten, die die Deutsche Bank rund um den Globus auszufechten hat. Zudem steckt die Deutsche Bank mitten in einem umfangreichen Management-Umbau in Asien. Asien-Pazifik-Chef Gunit Ghadha wird das Unternehmen laut Bloomberg  nächsten Monat verlassen. Vor ihm seien in den vergangenen zwölf Monaten bereits eine Reihe anderer hochrangiger Manager gegangen.

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