Zinsmanipulation EU-Kommission will im Libor-Skandal Rekordstrafen verhängen

Die Ermittlungen der EU zum Libor-Skandal stehen nach Informationen von manager magazin kurz vor dem Abschluss. Erste Banken haben einen Bescheid erhalten. Kooperationswillige Institute erhalten hohe Strafnachlässe.
Von Ulric Papendick
Kompromisslos: Wettbewerbskommissar Almunía

Kompromisslos: Wettbewerbskommissar Almunía

Foto: Julien Warnand/ dpa

Die Ermittlungen der Europäischen Kommission in der Affäre um Manipulationen des Libor und weiterer Interbanken-Zinsen stehen kurz vor dem Abschluss. Bis Dezember will EU-Wettbewerbskommissar Joaquín Almunia eine Einigung mit den betroffenen Banken erreichen. Die ersten Geldinstitute haben ihren Bescheid von der EU bereits erhalten. Das berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe, die ab Freitag (18. Oktober) im Handel erhältlich ist.

Die Strafen, die den Geldhäusern drohen, gehören nach Angaben von Insidern zu den höchsten, die die Kommission je verhängt hat. Insider rechnen mit Bußgeldern in Milliardenhöhe, schreibt das Wirtschaftsmagazin weiter. Da mehrere Zinskartelle untersucht werden, kann Almunia theoretisch bis zu 30 Prozent des Jahresumsatzes eines Geldinstituts einfordern. Allerdings räumt die Kommission Banken, die ein Fehlverhalten eingestehen und zur Zusammenarbeit mit den Fahndern bereit sind, erhebliche Nachlässe ein.

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