Dienstag, 21. Mai 2019

Scheich al Thani hat noch nicht genug Katar erwägt höhere Beteiligung an der Deutschen Bank

Aktie auf Tiefstkurs, Investoren greifen zu: Die wichtigsten Aktionäre der Deutschen Bank
AP

Das Scheichtum Katar erwägt laut einem Pressebericht die Aufstockung seines Anteils an der Deutschen Bank . "Wir werden in Deutschland in eine große Finanzinstitution investieren", sagte Yousuf Mohamed Al-Jaida, Vorstandschef des staatlichen Qatar Financial Center, dem "Handelsblatt" (Montag) laut einem Vorabbericht. "Das wurde am Rande des Doha Forums besprochen und wird in Kürze bekanntgegeben", ergänzte er.

Den Namen des Unternehmens wollte Al-Jaida dem Blatt zufolge zwar nicht nennen, aber er bestätigte, dass es sich um ein Institut handele, an dem Katar bereits beteiligt sei. Dieser Fakt und dass Christian Sewing, der Vorstandschef der Deutschen Bank, als einziger Top-Manager eines deutschen Konzerns am Doha Forum teilgenommen hat, deuten laut dem Blatt klar auf die Deutsche Bank.

Katar hat den Bericht inzwischen zurückgewiesen. Die Meldung basiere nicht auf Fakten, sondern auf unbegründeten Annahmen und Schlussfolgerungen, teilte eine Sprecherin des "Qatar Financial Centre" am Montag in Doha mit. Bislang sind Mitglieder der katarischen Herrscherfamilie al Thani über zwei Holdings mit insgesamt 6,1 Prozent an der Großbankbeteiligt. Dazu kommen Derivatepositionen, sodass der gesamte Anteil der al Thanis laut der Zeitung auf über 9 Prozent geschätzt wird.

Zu dieser privaten Beteiligung könnte jetzt Geld des Staatsfonds Qatar Investment Authority QIA kommen, schreibt das Blatt. Sewing war auf dem Doha Forum dem Bericht zufolge gemeinsam mit dem Finanzminister des Scheichtums Al Emadi aufgetreten, der im Board der QIA mit über Beteiligungen entscheidet.

Aktie der Deutschen Bank legt zu

Die Spekulationen über eine Anteilsaufstockung des Emirats Katar haben den Aktien der Deutschen Bank Börsen-Chart zeigen zunächst Auftrieb gegeben. Nach dem Dementi von Katar drehten die Papiere allerdings ins Minus und notierte zuletzt 0,2 Prozent schwächer bei 7,77 Euro.

la/dpa/reuter

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