Sparkurs im Privatkundengeschäft Diese Filialen schließt die Deutsche Bank

188 Filialen wird die Deutsche Bank im Laufe des kommenden Jahres schließen. Jetzt hat das Geldinstitut die betroffenen Standorte veröffentlicht - am stärksten betroffen sind Nordrhein-Westfalen und Berlin.
Deutsche-Bank-Filiale in Frankfurt

Deutsche-Bank-Filiale in Frankfurt

Foto: Frank Rumpenhorst/ dpa

Die Deutsche Bank will sparen und schließt deshalb gut ein Viertel aller Filialen in Deutschland. Das Geldinstitut selbst spricht davon "einige Filialen zu größeren, deutlich leistungsstärkeren Standorten" zusammenzulegen. Am Sonntag hat die Deutsche Bank im Internet die betroffenen Zweigstellen veröffentlicht. Hier können Sie nachsehen, ob Ihre Filiale geschlossen wird. 

Am stärksten betroffen ist das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen. Im Laufe des kommenden Jahres sollen dort 51 Filialen wegfallen. In Berlin sind es 43 Filialen - darunter 26 der Konzerntochter Berliner Bank. Die Außenstellen sollen mit der nächstgelegenen Filiale zusammengelegt werden, wie es hieß.

Demnach macht die Deutsche Bank zum Beispiel in Niedersachsen 16 Filialen dicht, in Baden-Württemberg 12 und in Bayern 11. In Hamburg sind 9 Außenstellen betroffen und in Hessen 11, darunter fünf am Sitz der Deutschen Bank in Frankfurt.

Am glimpflichsten davon kommen Sachsen und Sachsen-Anhalt mit jeweils nur einer Filiale und Schleswig-Holstein, wo gar keine Filiale geschlossen wird.

Das größte deutsche Geldhaus hatte bereits im Juni im Zuge ihres Sparkurses angekündigt, dass gut ein Viertel der Filialen in Deutschland geschlossen werden soll. Mit dem neuen Filialnetz reagiert die Deutsche Bank  nach eigenen Angaben außerdem darauf, dass immer mehr Kunden Onlinebanking nutzen und rund 50 Prozent der Kunden nur noch einmal jährlich in die Filiale kommen. Konkurrenten wie die HypoVereinsbank hatten den Sparkurs schon lange vorher eingeschlagen.

SPIEGEL ONLINE, soc