Freitag, 13. Dezember 2019

Folgen des Sparprogramms Deutsche-Bank-Bosse sollen weltweit jede Neueinstellung abnicken

Zieht die Zügel bei der Personalpolitik an
Michael Probst / AP
Zieht die Zügel bei der Personalpolitik an

Das strenge Sparprogramm der Deutschen Bank beschert den Managern erstmal mehr Arbeit. Sie müssen weltweit jede Stelle, die neu besetzt werden soll, genehmigen und prüfen. Damit sei kein Einstellungsstopp verhängt, dementiert die Bank.

Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing nimmt seine Manager bei Personaleinstellungen enger an die Kandare. Weltweit müssen künftig sämtliche Stellenneubesetzungen von Sewing, Finanzchef James von Moltke und Karl von Rohr, der im Vorstand für Personalthemen zuständig ist, genehmigt werden. Das geht aus einem internen Schreiben an die Mitarbeiter der Bank hervor, das der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt.

Das Ziel sei, dadurch nur die Jobs zu besetzen, die für die Umsetzung der neuen Konzernstrategie als notwendig erachtet würden. Bisher konnten die Leiter der einzelnen Geschäftssparten selbst entscheiden, ob und wen sie einstellen.


Lesen Sie auch: Das Mastermind hinter dem Radikalumbau der Deutschen Bank


Bei dem Prozess gehe es nicht um einen Einstellungsstopp, erläuterte Deutsche-Bank-Managerin Karen Meyer, die weltweit für Personalprozesse zuständig ist, in dem Schreiben. "Wichtig ist, dass wir auch weiterhin Mitarbeiter einstellen werden, aber dies noch selektiver als bisher. Nur so können wir unsere strategischen Ziele erreichen." Vorrang bei der Neubesetzung von Jobs sollen künftig interne Bewerber bekommen. Ende des Jahres will die Bank die neue Vorgehensweise bewerten.

Die Deutsche Bank will im Zuge ihrer Anfang Juli angekündigten Neuausrichtung weltweit 18.000 Arbeitsplätze streichen. Sewing macht den Aktienhandel dicht, andere Geschäftsbereiche werden zurechtgestutzt. Insgesamt dürfte der Umbau die Bankgut sieben Milliarden Euro kosten.

rei/dpa

© manager magazin 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung