Sonntag, 5. April 2020

EXKLUSIV Cum-Ex-Skandal Deutsche Bank prüft Solidarfonds

Topmanager im Bankensektor loten branchenübergreifende Lösung für den Steuerskandal aus.
Thomas Lohnes/ Getty Images
Topmanager im Bankensektor loten branchenübergreifende Lösung für den Steuerskandal aus.

Führende Finanzinstitute, darunter die Deutsche Bank, denken über eine branchenübergreifende Lösung nach, um unter den Cum-Ex-Skandal einen schnellen Schlussstrich zu ziehen: Sie prüfen eine Art Solidarfonds, in den möglichst viele Beteiligte einzahlen, um den Milliardenschaden in der wohl größten Steueraffäre in der Geschichte der Bundesrepublik zu begleichen und so eine jahrelange Prozessflut zu verhindern. Das berichtet das manager magazin.

Seit etwa acht Jahren ermitteln Staatsanwälte gegen Bankmanager, Aktienhändler, Fondsbetreiber, Berater und Rechtsanwälte wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung in besonders schweren Fällen. Den Schaden für den Fiskus schätzen Fachleute auf bis zu zwölf Milliarden Euro.

Nach Informationen aus Finanzkreisen prüft die Deutsche Bank daher intern, ob sich das mit einem sektorübergreifenden Fonds lösen ließe. Ähnliche Erwägungen gebe es auch bei anderen Finanzinstituten, sagt ein Insider. "Der Fonds hätte den Charme, dass die Beteiligten nicht mit der jahrelangen Unsicherheit leben müssten, ob und wie viel Cum-Ex sie wirklich kostet", so der Insider. Die Deutsche Bank lehnte einen Kommentar ab.

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