Anteile aufgestockt Katar wird zweitgrößter Aktionär der Credit Suisse

Der Katarische Staatsfonds hat seine Beteiligung an der Credit Suisse ausgeweitet und steigt zum zweitgrößten Anteilseigner der Schweizer Großbank auf. Damit kontrollieren Großaktionäre aus dem Nahen Osten knapp ein Fünftel der krisengeplagten Bank.
Schweizer Großbank: Das Interesse aus dem Nahen Osten an der Credit Suisse wächst

Schweizer Großbank: Das Interesse aus dem Nahen Osten an der Credit Suisse wächst

Foto: Arnd Wiegmann / REUTERS

Der Staatsfonds des arabischen Emirats Katar hat seinen Anteil an der Schweizer Großbank Credit Suisse ausgebaut. Der Anteil der Qatar Investment Authority ist auf knapp 6,9 Prozent gestiegen, wie aus einer entsprechenden Meldung an die US-Börsenaufsicht SEC hervorgeht.

Auf der Internetseite der Credit Suisse wird der Anteil der Katarer noch auf gut 5 Prozent beziffert – mit Verweis auf eine Meldung von November 2021. Nun ist der Golfstaat unter den Großaktionären der Credit Suisse auf den zweiten Platz hinter der Saudi National Bank vorgerückt, die zuletzt auf knapp 10 Prozent der Aktien kam. Der "Financial Times " zufolge hat die saudi-arabische Familie Olayan ihren Anteil hingegen auf rund 3 Prozent reduziert.

Anleger aus dem Nahen Osten kontrollieren ein Fünftel

Zusammen halten die drei Großanleger aus dem Nahen Osten damit rund ein Fünftel der Credit-Suisse-Anteile. Die Aktie  der Credit Suisse gab am Dienstagmittag um rund 1,5 Prozent nach.

Zuvor hatte die US-amerikanische Investmentgesellschaft Harris Associates einen Teil ihrer Anteile an der Großbank verkauft. Sie hält nun weniger als 5 Prozent an der Credit Suisse. Noch vor wenigen Monaten war sie mit 10 Prozent der größte Anteilseigner der Bank. Der Katarische Staatsfonds war zu Zeiten der Finanzkrise bei der Credit Suisse eingestiegen.

Die krisengeplagte Credit Suisse unter Leitung von Ulrich Körner (60) steht vor einer großen Umstrukturierung. Im Dezember hatte die Bank eine Kapitalerhöhung abgehakt, mit der die Schweizer Bank die Sanierung finanzieren will. In diesem Zuge stellt die Bank auch das Management neu auf, steigt aus Teilen des Investmentbankings aus, konzentriert sich stärker auf das Geschäft mit Reichen und Superreichen und streicht 9000 Stellen.

dri/dpa-afxp
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