Hohe Abschreibung Credit Suisse rutscht tief in die roten Zahlen

Die Schweizer Großbank Credit Suisse schließt ihr Pannenjahr 2021 mit einem deutlichen Verlust ab. Ihre Aktionäre will die Bank dennoch mit einer unveränderten Dividende erfreuen.
Schweizer Institut: Die Credit Suisse machte 2021 Verluste

Schweizer Institut: Die Credit Suisse machte 2021 Verluste

Foto: Arnd Wiegmann / REUTERS

Die Credit Suisse ist im vierten Quartal 2021 wegen einer milliardenschweren Wertberichtigung tief in die roten Zahlen gerutscht. Auch im gesamten von zahlreichen Pannen und Verlusten geprägten Geschäftsjahr 2021 blieb für die zweitgrößte Schweizer Bank damit ein klarer Verlust, wie sie am Donnerstag in Zürich mitteilte.

Das Minus im vierten Quartal belief sich auf 2,01 Milliarden Schweizer Franken (1,9 Milliarden Euro), nachdem hier ein Jahr zuvor bereits ein Minus von 353 Millionen gestanden hatte. Hauptgrund für den hohen Verlust ist eine bereits angekündigte Wertberichtigung über 1,6 Milliarden Franken, hauptsächlich auf den Firmenwert der im Jahr 2000 übernommenen US-Investmentbank Donaldson, Lufkin & Jenrette.

Insgesamt verbuchte die Credit Suisse 2021 einen Jahresverlust von fast 1,6 Milliarden Franken. Neben dem Minus im Schlussquartal hatte die Bank bereits im ersten Quartal 2021 wegen des Zusammenbruchs des US-Hedgefonds Archegos rote Zahlen eingefahren. Die Aktionäre sollen dennoch wie bereits im Vorjahr eine Dividende von 10 Rappen je Aktie erhalten.

cr/dpa-afx
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